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Smart Glasses in BĂ€dern: Potsdam verbietet heimliche Aufnahmen

13.06.2026 - 00:02:25 | boerse-global.de

DiebstĂ€hle in MĂŒnchner BĂ€dern hĂ€ufen sich, wĂ€hrend Smart Glasses neue Sicherheitsrisiken schaffen. Potsdam reagiert mit Verbot.

MĂŒnchner FreibĂ€der: DiebstĂ€hle und Smart-Glasses-Verbot im Fokus
Smart - Ein verschwommener Schwimmbadhintergrund mit einem deutlich sichtbaren SchließfachschlĂŒssel und einem Smartphone im Vordergrund. 13.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Seit Saisonbeginn registrierte die Polizei bereits mehrere Dutzend FĂ€lle.

Besonders betroffen sind das Westbad mit 26 VorfÀllen und das Michaelibad mit zehn gemeldeten Delikten. Die TÀter haben es vor allem auf Bargeld, Smartphones und Geldbörsen abgesehen. In einem Fall erbeuteten Unbekannte 800 Euro.

Die Polizei rĂ€t Besuchern dringend, Wertsachen in den SchließfĂ€chern zu deponieren. „Nichts unbeaufsichtigt am Beckenrand oder auf der Liegewiese liegen lassen", so der Tenor der Beamten. Auch aus Kliniken und Pflegeheimen werden vermehrt Ă€hnliche VorfĂ€lle gemeldet.

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Smart Glasses: Heimliche Aufnahmen im Visier

Neben der klassischen KriminalitĂ€t sorgt ein neues Problem fĂŒr Aufsehen: Datenbrillen. Smart Glasses sind kaum von herkömmlichen Brillen zu unterscheiden und ermöglichen heimliche Foto- und Videoaufnahmen.

In Potsdam hat man bereits reagiert. Die Stadt erließ ein explizites Verbot fĂŒr Smart Glasses in BĂ€dern und Saunen. Hintergrund sind Berichte ĂŒber Personen, die heimlich Aufnahmen von BadegĂ€sten anfertigen und ins Netz stellen.

Die Landesdatenschutzbeauftragte von Sachsen-Anhalt stellt klar: Solche Aufnahmen sind in der Regel datenschutzrechtlich unzulĂ€ssig. WĂ€hrend in Magdeburg und Halle noch keine spezifischen Regeln existieren, berufen sich Standorte wie Berlin auf bestehende generelle Filmverbote. In Sachsen gestaltet sich die Kontrolle schwierig – die Technik ist optisch unauffĂ€llig verbaut.

Strengere Regeln fĂŒr Jugendliche gefordert

Der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister fordert strengere Einlasskontrollen fĂŒr MinderjĂ€hrige. Unter 16-JĂ€hrige ohne Schwimmabzeichen Bronze sollen nur noch in Begleitung der Eltern ins Bad dĂŒrfen.

In einigen Kommunen in Nordrhein-Westfalen wurde diese Regelung bereits umgesetzt. Ziel ist es, die Zahl der BadeunfÀlle zu reduzieren. Im vergangenen Jahr starben bundesweit 393 Menschen beim Baden.

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Versicherungstipp fĂŒr die Sommersaison

Auch abseits der BĂ€der gibt es etwas zu beachten. Experten raten, bestehende private Unfallversicherungen auf den Einschluss von Zeckenbissen zu prĂŒfen.

Ein Sprecher des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) erklĂ€rt: „Ältere VertrĂ€ge decken diesen Bereich oft nicht ab." Eine Umstellung auf neuere Bedingungen sei ratsam. Im Schadensfall muss eine Ă€rztliche Feststellung den Zeckenbiss nachweisen.

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