Smart-Home-GerÀte, Millionen

Smart-Home-GerĂ€te: 20 Millionen infiziert fĂŒr Kriminelle

17.06.2026 - 12:27:46 | boerse-global.de

Millionen Smart-Home-GerÀte sind Teil krimineller Netzwerke, wÀhrend ein neuer Android-Trojaner Banking-Apps attackiert.

Smart-Home-Krise: Millionen GerÀte als Proxy-Netzwerke missbraucht
Smart-Home-GerĂ€te - Ein bedrohliches, rot leuchtendes digitales Schloss-Symbol schwebt ĂŒber vernetzten Smart-Home-GerĂ€ten, die in einem Netz aus grĂŒnen Datenleitungen gefangen sind. 17.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Millionen Smart-Home-Komponenten werden fĂŒr kriminelle Infrastrukturen missbraucht, wĂ€hrend ein neuer Banking-Trojaner gezielt Android-GerĂ€te attackiert.

20 Millionen infizierte GerÀte in den USA

Allein in den USA sind schĂ€tzungsweise 20 Millionen Smart-GerĂ€te mit versteckter Malware infiziert. Das zeigen Untersuchungen des Wall Street Journal und der Digital Citizens Alliance. Betroffen sind digitale Bilderrahmen, TV-Streaming-Boxen, TĂŒrklingeln und Kameras.

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Die infizierte Hardware wird ohne Wissen der Besitzer in sogenannte Residential-Proxy-Netzwerke eingegliedert. Angreifer leiten Datenverkehr Dritter ĂŒber private InternetanschlĂŒsse um. So verschleiern Kriminelle ihre AktivitĂ€ten bei Account-Zugriffen oder Krypto-Transaktionen.

Besonders anfĂ€llig sind gĂŒnstige No-Name-Products. Sie enthalten oft bereits ab Werk Backdoors in der Software. FĂŒr Verbraucher besteht das Risiko einer strafrechtlichen Haftung, falls ĂŒber ihren Anschluss illegale Handlungen begangen werden.

Neuer Trojaner ĂŒbernimmt Android-GerĂ€te

Parallel dazu entdeckten Experten von Zimperium einen hochentwickelten Android-Banking-Trojaner namens Rokarolla. Die Schadsoftware verbreitet sich ĂŒber gefĂ€lschte Websites, die populĂ€re Dienste wie Chrome oder TikTok imitieren.

Der Trojaner nutzt 137 verschiedene Befehle. Er aktiviert Keylogger, liest SMS mit und deaktiviert Google Play Protect. Ziel der Kampagne sind 217 Finanz- und Krypto-Apps. Durch manipulierte Bildschirmanzeigen und Clipboard-Hijacking entwenden die Angreifer Zugangsdaten und digitale Vermögenswerte. Zudem blockiert die Malware eingehende Anrufe von Banken.

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Apple schließt Bluetooth-LĂŒcke

Auch etablierte Hersteller sind betroffen. Apple veröffentlichte Mitte Juni ein Firmware-Update fĂŒr die Beats Studio Buds. Die SicherheitslĂŒcke CVE-2025-20701 ermöglichte Angreifern in physischer Reichweite, ohne Pairing auf das Mikrofon zuzugreifen.

Als Reaktion auf zunehmende Infostealer-Gefahren fĂŒhrt Apple mit macOS Tahoe 26.4 ein Warnsystem im Terminal ein. Es schĂŒtzt Nutzer beim Kopieren von Befehlen aus externen Quellen vor Malware wie dem Amos Stealer.

124 Millionen Passwörter neu im Datenleck

Die Dringlichkeit besserer Sicherheit unterstreichen aktuelle Zahlen von HaveIBeenPwned. Anfang der Woche wurden dort 124 Millionen Passwörter und ĂŒber 56 Millionen E-Mail-Adressen neu aufgenommen. Die Daten stammen aus sogenannten Stealer-Logs – Sammlungen von infizierten NutzergerĂ€ten weltweit.

Experten raten zur Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmĂ€ĂŸigen Firmware-Updates.

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