SMART02-Studie, Sensorstörungen

SMART02-Studie: Sensorstörungen nach Bolusgaben ab 10 Einheiten

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 06:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SMART02-Daten zeigen seltene, vorübergehende Sensorstörungen; niia signature bleibt ein nicht zugelassenes Prüfprodukt.

SiBionics und PharmaSens zeigen integrierte AID-Konzepte auf der EASD 2026
Ein minimalistisches, modernes medizinisches Labor in kühlem Licht mit Fokus auf Architektur und sauberen Oberflächen. Illustration mit AI erstellt.

Die technologische Entwicklung in der Diabetestherapie zielt verstärkt auf die Verknüpfung von Glukosemessung und automatisierter Insulinverabreichung ab.

Auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) 2026 in Mailand haben die Medizintechnikunternehmen SiBionics und PharmaSens neue Konzepte und technologische Perspektiven für die automatisierte Insulinabgabe (AID) vorgestellt.

Im Mittelpunkt der Fachdiskussionen standen integrierte Systeme, die darauf abzielen, getrennte Einzelgeräte zusammenzuführen und die Handhabung für Betroffene zu vereinfachen.

Multimodale Sensorik und integrierte Versorgung

SiBionics präsentierte im Rahmen der Tagung unter dem Leitgedanken einer frühzeitigen Erkennung und Intervention drei thematische Ausstellungsbereiche. Diese umfassten Systeme zur Glukose-, Keton- sowie kombinierten Überwachung, multimodale Sensorik in Verbindung mit Insulinabgabe sowie Entwicklungen im Bereich der Biosensorik.

Die Integration verschiedener Sensorfunktionen bildete auch den Schwerpunkt eines gemeinsamen Symposiums der beiden Unternehmen. Die wissenschaftliche Veranstaltung mit dem Titel „From Sensors to Integrated Care“ stand unter dem gemeinsamen Vorsitz von Professor Mark Evans von der Universität Cambridge und Dr. Guido Freckmann vom Institut für Diabetes-Technologie (IfDT) in Deutschland. Dabei diskutierten Fachleute die Anforderungen an künftige Therapielösungen, die Sensordaten direkt mit therapeutischen Schritten verknüpfen.

Studienergebnisse zum Prüfprodukt niia signature

Einen konkreten Einblick in die Entwicklung kombinierter Geräte lieferten Erkenntnisse aus der sogenannten SMART02-Studie, die den frühen Prototyp des Systems niia signature evaluierte.

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Wer nach einer größeren Bolusgabe plötzlich schwankende Sensorwerte sieht, fragt sich zu Recht, ob das Messsystem oder die Injektion das Problem ist. Die SMART02-Studie liefert dazu erstmals konkrete Zahlen: Vorübergehende Störungen traten selten auf, vor allem ab 10 Einheiten, und das Signal erholte sich im Schnitt nach rund 20 Minuten. Unser kostenloser Praxis-Leitfaden fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt, wie Sie Bolus und Sensorplatzierung im Alltag sauber aufeinander abstimmen. Praxis-Leitfaden jetzt kostenlos anfordern

Das Entwicklungsziel dieser Kooperation von PharmaSens und SiBionics besteht darin, den alltäglichen Aufwand, der durch das parallele Tragen und Bedienen separater AID-Komponenten entsteht, spürbar zu reduzieren. Laut Berichten über die Studiendaten zeigte der Prototyp in den Tests eine konsistente Leistung.

Ein wesentlicher Untersuchungspunkt betraf das Zusammenspiel von Insulininjektion und Glukosesensorik an eng beieinander liegenden Stellen. In der SMART02-Studie trat eine vorübergehende Sensorstörung nach einer Bolusgabe insgesamt selten auf.

Entsprechende Effekte zeigten sich vor allem bei Dosen ab 10 Einheiten, bei denen eine Wahrscheinlichkeit von 20 bis 25 Prozent beobachtet wurde. Im Durchschnitt erholte sich das Sensorsignal etwa 20 Minuten nach der Bolusabgabe wieder vollständig.

Entwicklungsstand und regulatorische Einordnung

Trotz der vorgestellten Leistungsdaten befindet sich das System noch in einem frühen Stadium. Die Hersteller weisen darauf hin, dass es sich bei niia signature um ein Prüfprodukt handelt. Das System verfügt bislang in keinem Markt über eine behördliche Zulassung und steht Patienten im klinischen Alltag somit noch nicht zur Verfügung.

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Getrennte AID-Komponenten bedeuten doppelte Handgriffe, zwei Klebestellen und mehr Fehlerquellen im Alltag. Die auf der EASD 2026 vorgestellten integrierten Ansätze wollen genau das reduzieren — doch die Systeme sind noch Prüfprodukte ohne Zulassung. Unser Leitfaden zeigt, welche Komponenten Sie heute schon prüfen können und worauf Sie bei der Platzierung achten sollten. AID-Checkliste jetzt sichern

Dennoch verdeutlichen die auf der EASD 2026 präsentierten Ergebnisse den Branchentrend hin zu hochintegrierten Lösungen, welche kontinuierliche Glukoseüberwachung und präzise Insulindosierung in kompakteren Systemen vereinen sollen.

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