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Smartphone-Betrug: 7 gefährliche Apps erbeuten Bankdaten über APK

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 13:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Indische Behörden warnen vor sieben Android-Apps, die Bankdaten stehlen und Geräte kontrollieren können; Meta entfernte bereits Anzeigen.

Android-Apps im Visier: Behörden warnen vor Bankbetrug
Ein dunkles Smartphone und ein Laptop auf einem Bürotisch als Symbol für digitale Sicherheit und Cyber-Bedrohungen. Illustration mit AI erstellt.

Sicherheitsbehörden und nationale Cyber-Abwehreinheiten warnen aktuell vor einer Reihe gefährlicher Applikationen, die unter dem Deckmantel von Unterhaltungsinhalten weitreichende Zugriffsrechte auf Mobilgeräten erschleichen. Die betroffenen Programme nutzen gezielt Sicherheitslücken und Werbeplattformen aus, um unautorisierte Finanztransaktionen durchzuführen und die vollständige Kontrolle über infizierte Endgeräte zu erlangen.

Die Polizei in Jammu und Kaschmir sowie das indische National Cyber-Traffic Analysis Unit (NCTAU) identifizierten Anfang September mehrere Anwendungen, von denen eine erhebliche Gefahr ausgeht. Namentlich genannt wurden die Apps 'Night Play', 'Reloop', 'Kyss', 'Vimo', 'Rivo', 'Nexo' und 'Vixa'.

Diese Programme werden vorwiegend über gezielte Anzeigen auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram beworben. Dabei werden die Anwendungen oft als Plattformen für pornografische Inhalte getarnt, um Nutzer zum Download zu bewegen.

Missbrauch von Barrierefreiheitsfunktionen

Nach Erkenntnissen der Ermittler führt der Installationsprozess über externe Quellen außerhalb des offiziellen Google Play Store. Die Apps werden dabei als Android-Paketdateien (APK) von Webseiten mit der Endung „.live“ heruntergeladen.

Ein zentrales Element des Betrugsmodells ist der Missbrauch von sogenannten Accessibility-Rechten (Barrierefreiheitsfunktionen). Sobald Nutzer diese Berechtigungen erteilen, können die Anwendungen Aktionen auf dem Bildschirm ausführen, Passwörter mitlesen und Sicherheitsmechanismen umgehen.

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Wie das Cyber-Zentrum des indischen Innenministeriums (MHA-I4C) mitteilte, genüge bereits ein einziger Download, um die Gerätekontrolle zu verlieren. In der Folge komme es häufig zum Abfluss sensibler Daten und zu Bankbetrug. Die Schadsoftware sei zudem in der Lage, Einmalpasswörter (OTP) abzufangen und VPN-Verbindungen zu installieren, um die Herkunft der betrügerischen Zugriffe zu verschleiern.

Reaktion von Plattformbetreibern und Empfehlungen

Der Social-Media-Konzern Meta reagierte auf die Warnungen der indischen Behörden und entfernte bereits Dutzende von Werbeanzeigen für die fraglichen Apps. Interne Prüfungen bestätigten, dass diese Anwendungen darauf ausgelegt waren, Bankdaten der Nutzer zu entwenden.

Die Sicherheitsbehörden skizzierten einen sechsstufigen Modus Operandi der Täter, der von der Schaltung der Anzeige bis hin zur vollständigen Entleerung von Bankkonten reicht. Um sich vor derartigen Angriffen zu schützen, raten Experten dringend dazu, Anwendungen ausschließlich über offizielle App-Stores zu beziehen.

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Zudem sollten Nutzer die Funktion „Play Protect“ aktivieren und regelmäßig ihre Kontobewegungen auf verdächtige Transaktionen prüfen. Unbekannten Anwendungen dürften unter keinen Umständen weitreichende Systemberechtigungen wie die Barrierefreiheitsfunktionen eingeräumt werden.

Sollte ein Gerät bereits infiziert sein, empfehlen die Behörden eine Deinstallation der betroffenen Apps im abgesicherten Modus (Safe Mode). Opfer von Finanzbetrug werden aufgefordert, sich unmittelbar an die zentrale Helpline 1930 zu wenden oder Vorfälle über das nationale Portal für Cyberkriminalität zu melden.

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