Smartphone-Diebstahl: Quishing um 146%, Smishing um 162% gestiegen
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 09:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Verlust eines Smartphones ist ein Albtraum – nicht nur wegen des Gerätewerts, sondern vor allem wegen der persönlichen Daten. Wer schnell handelt, kann Schlimmeres verhindern.
Erste Schritte: Apple-Funktionen nutzen
Im Ernstfall zählt jede Minute. Experten empfehlen, zuerst die integrierten Apple-Funktionen zu aktivieren. Über eine gekoppelte Apple Watch lässt sich ein verlegtes iPhone anpingen – und das angeblich sogar im Flugmodus.
Bleibt das Gerät verschwunden, solltest du den Verloren-Modus aktivieren. Er sperrt das iPhone aus der Ferne und zeigt eine Nachricht mit Kontaktnummer auf dem Sperrbildschirm an. Parallel dazu lässt du deine SIM-Karte beim Mobilfunkanbieter sperren. Das verhindert Missbrauch bei Telefonaten und mobilen Daten.
Als letzte Instanz bleibt die Fernlöschung. Sie löscht alle Daten unwiderruflich – und verhindert, dass Fremde an private Inhalte kommen.
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Polizei und Versicherung einschalten
Technische Sperren allein reichen nicht. Du musst auch formale Schritte einleiten: Informiere die Polizei und kontaktiere deine Versicherung. Ein aktueller Fall zeigt, dass sich der Aufwand lohnt: Im Juli konnte ein verlorenes iPhone XS Max durch die Behörden an die Eigentümerin zurückgegeben werden – eine Finderin hatte es abgegeben.
Backup-Pflicht und neue Funktionen
Zur Vorsorge gehört auch die regelmäßige Sicherung deiner Daten. Apple testet in der öffentlichen Beta von iOS 27 neue Funktionen: eine manuelle Wiederherstellung per Seitentaste und die „Nearby Device Recovery“. Bei Android ändern sich die Rahmenbedingungen: Seit Juli werden Systemdaten auf das Google-Speicherkontingent angerechnet. Nutzer müssen ihren Cloud-Speicher also genauer im Blick behalten.
Bedrohungslage verschärft sich
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im ersten Halbjahr stiegen Quishing-Fälle im ersten Quartal um 146 Prozent, Smishing-Angriffe im zweiten Quartal um 162 Prozent. Zudem sind ältere Chips (A12 und A13) von der nicht reparierbaren Sicherheitslücke „usbliter8“ betroffen. Das macht Software-Schutz und starke Passwörter umso wichtiger.
Den digitalen Nachlass regeln
Ein oft vergessener Punkt: der digitale Nachlass. Ohne ein Verzeichnis deiner Zugangsdaten oder die Einrichtung von Nachlasskontakten (Apple, Google, Facebook bieten das an) drohen Hinterbliebenen Identitätsdiebstahl oder laufende Kosten durch nicht gekündigte Abos. Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte solltest du explizit in deinem Testament oder Erbvertrag berücksichtigen.
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