Smartphone-Sicherheit, Google

Smartphone-Sicherheit: Google, WhatsApp und Swisscom starten Abwehr

25.06.2026 - 22:52:19 | boerse-global.de

Technologiekonzerne reagieren auf steigende Cyberkriminalität mit erweiterten Sicherheitsfunktionen für Nutzer.

Google, WhatsApp & Swisscom: Neue Schutzmaßnahmen gegen Cyberbetrug
Smartphone-Sicherheit - Ein stilisiertes digitales Schild schützt ein Smartphone-Display vor Cyberbedrohungen und Spam, umgeben von binärem Code. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Google, WhatsApp und Swisscom haben neue Sicherheitsfunktionen gestartet, um Nutzer vor komplexen Betrugsmaschen zu schützen.

Google weitet Kampf gegen Spam aus

Der US-Konzern hat das „June 2026 Spam Update“ gestartet. Die Aktualisierung wird global für alle Sprachen und Regionen ausgerollt und soll innerhalb weniger Tage abgeschlossen sein. Im Fokus stehen drei Kategorien von Missbrauch: die skalierte Erstellung von Inhalten zur Manipulation von Rankings, der Missbrauch abgelaufener Domains sowie die Ausnutzung der Reputation etablierter Websites für fremde Inhalte.

Bereits seit Mitte Juni stuft Google das sogenannte „Back Button Hijacking“ als Spam ein. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass regulatorische Vorgaben in der EU dazu führen könnten, dass bestimmte Maßnahmen gegen den Missbrauch der Website-Reputation künftig gelockert werden müssen.

WhatsApp warnt vor Account-Übernahmen

Im Bereich der mobilen Kommunikation hat WhatsApp eine neue Sicherheitswarnung eingeführt. Bei eingehenden Nachrichten von unbekannten Rufnummern analysiert die Funktion den Chat-Verlauf vor der ersten Anzeige. Sie blendet Informationen zum Registrierungsort der Nummer sowie zu gemeinsamen Gruppen ein. Nutzer können anschließend entscheiden, ob sie den Chat fortsetzen oder abbrechen möchten.

Parallel warnen IT-Sicherheitsexperten von Kaspersky vor einer aktuellen Malware-Kampagne. Die Angreifer nutzen gehackte WhatsApp-Konten und versenden schädliche Dateianhänge wie .vbs- oder .scr-Dateien. Bei Ausführung installieren diese eine Fernwartungssoftware auf Windows-Systemen.

Anzeige

Millionen Deutsche nutzen täglich WhatsApp und Online-Banking per Smartphone – doch ohne die richtigen Einstellungen riskieren Sie Datenverlust durch Schadsoftware. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Gerät sofort gegen Hacker und Viren absichern. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Deutsche Reiseportale mit Sicherheitsdefiziten

Im E-Mail-Sektor zeigt eine Analyse von Proofpoint erhebliche Lücken bei deutschen Reiseportalen. Lediglich 31 Prozent der 16 größten Anbieter haben den Sicherheitsstandard DMARC auf der höchsten Stufe implementiert. Dieser blockiert gefälschte E-Mails vollständig. Ein Viertel der untersuchten Portale verzichtet gänzlich auf entsprechende Einträge – das erhöht das Risiko für Phishing-Angriffe enorm.

Swisscom erweitert Callfilter

Die Swisscom hat ihren Callfilter um die Funktion „Vorsicht: Spam-Verdacht“ erweitert. Bei verdächtigen Anrufen, die nicht eindeutig als Spam identifiziert werden können, erscheint nun ein Warnhinweis auf dem Display. Der Anbieter blockiert nach eigenen Angaben monatlich rund acht Millionen Spamanrufe. Die neue Funktion wird automatisch für alle Kunden aktiviert – auch für Prepaid-Nutzer.

Gleichzeitig warnen Verbraucherschützer vor der sogenannten „Ja“-Masche. Betrüger versuchen durch geschickte Fragestellungen eine positive Bestätigung der Angerufenen zu provozieren. Daraus schneiden sie später fingierte Verträge zusammen. Experten raten: Bei unbekannten Anrufen mit einer neutralen Grußformel melden und keine einsilbigen Bestätigungen geben.

Anzeige

Neben betrügerischen Anrufen stellen auch unsichere Logins ein massives Sicherheitsrisiko dar, da allein in Deutschland Millionen Konten pro Quartal gehackt werden. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie die neue Passkey-Technologie nutzen, um Ihre Konten bei Amazon, WhatsApp und Co. ohne klassische Passwörter zu schützen. Kostenlosen Passkey-Ratgeber jetzt herunterladen

Saisonale Betrugsmuster im Visier

Das LKA Hannover mahnt zur Vorsicht bei aktuellen Ereignissen wie der Fußball-Weltmeisterschaft oder der Reisezeit. Kriminelle nutzen vermehrt echte Buchungsdaten für Phishing-Angriffe über SMS und WhatsApp. Nutzer sollten keine Links in unaufgeforderten Nachrichten anklicken und stattdessen offizielle Kanäle der Dienstleister nutzen.

Bezüglich kursierender Kettenbriefe zu angeblichen Änderungen des Datenschutzes durch Künstliche Intelligenz bei Meta geben Experten Entwarnung. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibe bestehen. Der Zugriff der KI beschränke sich auf Nachrichten, die direkt an den entsprechenden Dienst adressiert sind. Seit Frühjahr 2025 stehen zudem erweiterte Datenschutzoptionen zur Verfügung.

de | wissenschaft | 69627825 |