Smartphone-Sicherheit: Innenministerium warnt vor SMS auf dem Sperrbildschirm
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 08:26 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas russische Innenministerium hat eine Reihe von Sicherheitsempfehlungen fĂŒr Smartphone-Nutzer veröffentlicht, um mobile EndgerĂ€te und persönliche Daten vor Kriminellen zu schĂŒtzen.
Im Mittelpunkt der behördlichen Hinweise steht der Rat, die Anzeige eingehender Kurznachrichten auf dem Sperrbildschirm vollstĂ€ndig zu deaktivieren. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass BetrĂŒger sensible BestĂ€tigungscodes ablesen können, wĂ€hrend das GerĂ€t gesperrt ist.
Kurznachrichten dienen im digitalen Alltag regelmĂ€Ăig zur Ăbermittlung von BestĂ€tigungscodes und Einmal-Passwörtern fĂŒr Zwei-Faktor-Authentifizierungen, Online-Dienste oder Bankkonten.
Werden solche Mitteilungen bereits auf dem Sperrbildschirm im Klartext angezeigt, können unbefugte Personen diese Daten unmittelbar einsehen, ohne das Telefon entsperren zu mĂŒssen. Die Sicherheitsbehörden stufen diese standardmĂ€Ăige Vorschau daher als erhebliches Sicherheitsrisiko ein, ĂŒber das sich Kriminelle Zugang zu fremden Konten verschaffen könnten.
Neben den Mitteilungseinstellungen gaben die Behörden konkrete Leitlinien fĂŒr die grundlegende GerĂ€tesperre bekannt. Anwender sollten auf grafische Entsperrmuster verzichten und stattdessen ein regulĂ€res Passwort wĂ€hlen, das aus mindestens sechs Zeichen besteht.
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Wischmuster hinterlassen hÀufig sichtbare Spuren auf der BildschirmoberflÀche oder lassen sich bei der Eingabe durch Umstehende leicht nachvollziehen. Ein klassisches Kennwort mit entsprechender MindestlÀnge erschwere unberechtigte Entsperrversuche hingegen deutlich.
Ein weiteres Einfallstor stellt nach behördlicher EinschÀtzung das automatische Speichern von Zugangsdaten im Webbrowser dar. Das Ministerium rÀt dazu, die Autospeicherfunktion in mobilen Browsern abzuschalten.
Stattdessen sollten Verbraucher auf eigenstĂ€ndige Passwortmanager zurĂŒckgreifen, um Zugangsdaten sicher zu hinterlegen. Eine dedizierte Passwortverwaltung biete ein höheres Schutzniveau und verhindere, dass im Browser gespeicherte Anmeldeinformationen bei einem Zugriff auf das GerĂ€t unverschlĂŒsselt ausgelesen werden können.
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FĂŒr besonders sensible Anwendungen empfiehlt das Innenministerium zusĂ€tzliche Sicherheitsbarrieren. Der Zugang zu wichtigen Apps sollte demnach ausschlieĂlich ĂŒber biometrische Merkmale wie den Fingerabdruck oder Gesichtserkennung freigegeben werden. Auf diese Weise bleiben entsprechende Programme selbst dann geschĂŒtzt, falls das Telefon im entsperrten Zustand in fremde HĂ€nde geraten sollte.
ErgĂ€nzend sollten Anwender die Funktionen zur Fernsperrung und Datenlöschung aktivieren, um das EndgerĂ€t bei einem Verlust aus der Distanz unbrauchbar zu machen. Als grundlegende VorsichtsmaĂnahme erinnert die Behörde zudem daran, das Smartphone generell niemals unbeaufsichtigt liegenzulassen.
