Smartwatch-Duell: Apple Ultra 4 vs. Samsung Ultra 2 im Test
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 12:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im aktuellen Wettbewerb um die Marktführerschaft im Bereich der High-End-Wearables zeichnet sich ein verschärfter Zweikampf zwischen Apple und Samsung ab.
Ein aktueller Vergleich der Modelle Apple Watch Ultra 4 und Samsung Galaxy Watch Ultra 2 verdeutlicht, dass beide Hersteller verstärkt auf robuste Materialien wie Titan und spezialisierte Funktionen für den Tauchsport setzen. Beide Geräte sind nach dem Standard EN13319 zertifiziert und für Tauchtiefen von bis zu 100 Metern ausgelegt.
Samsung setzt auf Spitzenhelligkeit und KI-Integration
Die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 wird von einem Snapdragon Wear Elite Prozessor angetrieben und integriert Gemini AI sowie einen 64 GB fassenden Speicher bei 2 GB Arbeitsspeicher. Das 1,52 Zoll große Super-AMOLED-Display erreicht eine Spitzenhelligkeit von 5.000 Nits, was die Ablesbarkeit unter direkter Sonneneinstrahlung verbessern soll.
Mit einer Gehäusedicke von 10,7 mm und einem 800 mAh starken Akku ist das Gerät für eine Nutzungsdauer von bis zu 60 Stunden konzipiert. In einem aktuellen Produkttest des Portals CHIP erreichte das Modell mit der Note 1,4 („sehr gut“) den ersten Platz unter 55 getesteten Produkten. Der Preis startet bei 700 US-Dollar, wobei das Gerät im Handel teilweise bereits ab circa 515 Euro gelistet wird.
Apple fokussiert auf Prozessorleistung und neue Sensorik
Die Apple Watch Ultra 4 nutzt den S11-Chip und bietet Funktionen wie Audio Intelligence sowie eine überarbeitete Siri-Sprachsteuerung. Das Gehäuse misst 49 x 44 mm bei einer Dicke von 12 mm und verfügt über ein LTPO3-Retina-Display mit 3.000 Nits.
Apple gibt die Akkulaufzeit mit bis zu 50 Stunden an, die im Stromsparmodus auf bis zu 84 Stunden erweitert werden kann. Bei sportlichen Aktivitäten mit GPS und Herzfrequenzmessung hält der Akku laut Hersteller rund 25 Stunden.
Trotz der technischen Neuerungen fehlt auf der Apple Watch Ultra 4 sowie der Series 12 derzeit die automatische Händewasch-Erkennung, die 2020 eingeführt wurde. Während das Feature auf älteren Modellen unter watchOS 27 weiterhin funktioniert, sind die neuen Flaggschiffe nicht mehr in der offiziellen Dokumentation für dieses Merkmal aufgeführt. Der Einstiegspreis für die Ultra 4 liegt bei 799 US-Dollar.
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Medizinische Präzision und spezialisierte Marktsegmente
Abseits der beiden Branchenriesen positioniert sich Huawei mit der seit Mitte September erhältlichen Watch D3 im Bereich der mobilen Gesundheitsüberwachung. Für einen Preis von 449 Euro bietet das Gerät eine oszillometrische Blutdruckmessung mittels einer Piezo-Mikropumpe.
Die Uhr ist nach CE-MDR für Einzelmessungen und 24-Stunden-Langzeitmessungen zertifiziert. Laut Huawei erreichen 97 Prozent der Messungen eine Genauigkeit mit weniger als 15 mmHg Abweichung.
Parallel dazu baut Garmin seine Stellung im Outdoor- und Behördensegment aus. Das Unternehmen gab die Übernahme des Softwareherstellers Applied Ballistics bekannt, um präzise ballistische Lösungen direkt in robuste Smartwatches zu integrieren. Zudem wurde die Garmin Vivoactive 6 in US-Medienberichten aufgrund ihrer Akkulaufzeit von bis zu elf Tagen und des präzisen GPS als Testsieger hervorgehoben.
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Einordnung der Gesundheitsfunktionen
In Deutschland sind laut der Deutschen Herzstiftung rund 1,8 Millionen Menschen von Vorhofflimmern betroffen. Viele aktuelle Smartwatch-Modelle von Samsung bieten zwar eine EKG-Funktion, die zur Erkennung von Rhythmusstörungen dienen kann, doch weisen Experten wie Prof. Meinertz darauf hin, dass diese Technologie keine Durchblutungsstörungen, Herzinfarkte oder koronare Herzkrankheiten identifizieren kann. Zudem erfordert die Blutdruckmessung bei vielen Modellen eine regelmäßige Kalibrierung mittels einer herkömmlichen Oberarmmanschette.
