Smartwatch-Studie: Kalorienverbrauch wird um bis zu 25% überschätzt
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 05:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gängige Smartwatches neigen dazu, den tatsächlichen Energieaufwand bei körperlicher Aktivität substanziell zu hoch anzusetzen. Eine Untersuchung der Florida International University, die im Fachjournal PLOS One veröffentlicht wurde, ergab, dass drei von vier getesteten Smartwatches den Kalorienverbrauch um 15 bis 25 Prozent überschätzen.
Wie evidencenetwork.ca in einem Bericht vom 20.09.2026 darlegt, weichen die berechneten Werte der am Handgelenk getragenen Sensoren spürbar von professionellen Messgeräten ab.
Testaufbau mit Referenzsystem
Für die wissenschaftliche Überprüfung untersuchten die Forschenden 58 hispanische Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren. Als Referenzstandard für den tatsächlichen Kalorienumsatz diente das mobile Spirometriesystem COSMED K5, welches den Gasaustausch und damit den realen Energieverbrauch präzise erfasst.
Im Rahmen des Experiments wurden vier verbreitete Wearable-Modelle gleichzeitig unter die Lupe genommen: die Apple Watch Series 8, die Garmin Forerunner 955, die Samsung Galaxy Watch 5 sowie die Fitbit Sense 2.
Abweichungen im Modellvergleich
Die Auswertung der Messdaten offenbart erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern und Modellen. Die geringste Abweichung verzeichnete die Apple Watch Series 8, die den Verbrauch im Schnitt um +22 kcal überschätzte.
Deutlich größere Differenzen zeigten sich bei den Konkurrenzmodellen: Die Samsung Galaxy Watch 5 wies eine Abweichung von +57 kcal auf, während die Garmin Forerunner 955 mit einem Plus von +69 kcal noch weiter über den Referenzwerten lag.
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Einen anderen Auffälligkeitswert lieferte die Fitbit Sense 2. Bei diesem Gerät stellten die Forschenden einen Anteil von 13 Prozent an Extremwerten fest.
Körperfettanteil beeinflusst Genauigkeit
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung betrifft zudem die individuellen körperlichen Voraussetzungen der Testpersonen. Demnach steigt der Messfehler der Geräte mit dem Körperfettanteil der Probanden an.
Für Anwenderinnen und Anwender, die ihren Kalorienverbrauch im Rahmen von Gewichtsmanagement oder Trainingssteuerung über Wearables protokollieren, bedeuten diese systematischen Abweichungen eine relevante Fehlerquelle. Wenn Verbrauchswerte um bis zu ein Viertel zu hoch ausgewiesen werden, kann dies zu Fehleinschätzungen bei der täglichen Energiebilanz führen.
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