Smishing-Betrug: Polizei warnt vor 0,5%-Erfolgsquote bei SMS-Attacken
Veröffentlicht: 06.07.2026 um 10:38 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Zum Digitaltag 2026 in GieĂen hat die hessische Polizei eindringlich vor betrĂŒgerischen SMS und manipulierten QR-Codes gewarnt. Die sogenannte Smishing-Methode sei erschreckend effektiv.
Kriminalhauptkommissar Ulrich Kaiser bezifferte die Erfolgsquote auf rund 0,5 Prozent. Das bedeutet: Bei 100.000 versendeten SMS fallen etwa 500 EmpfÀnger auf die Masche herein.
Massenhaft Phishing im globalen MaĂstab
Die Dimensionen des digitalen Betrugs sind gigantisch. TĂ€glich werden weltweit rund 392,5 Milliarden E-Mails versendet â die HĂ€lfte davon Spam. Und 70 Prozent dieser Spam-Fluten entfallen auf Phishing-Versuche.
Kaiser rĂ€t zur Skepsis. âPrĂŒfen Sie Webadressen genau und schĂŒtzen Sie sich vor IdentitĂ€tsdiebstahl in Messenger-Dienstenâ, so der Experte.
Betrugswellen treffen Urlauber
In Ăsterreich warnt Watchlist Internet derzeit vor einer Phishing-Welle mit gefĂ€lschten SMS zu angeblichen Parkstrafen. Die Nachrichten locken EmpfĂ€nger auf ein falsches Portal namens âBest in Parkingâ. Dort sollen sie eine geringe GebĂŒhr von beispielsweise 8,60 Euro zahlen â Ziel sind die Kreditkartendaten.
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Auf Mallorca treiben Kriminelle ihr Unwesen mit âQRishingâ. An Hotspots wie dem Flughafen Palma, der Playa de Palma oder in CalviĂ ĂŒberkleben TĂ€ter echte QR-Codes auf Speisekarten, Parkautomaten oder Strafzetteln. Wer scannt, landet auf gefĂ€lschten Webseiten â mit Folgen wie Datenklau oder Schadsoftware auf dem Smartphone.
25.000 Euro durch falschen Microsoft-Mitarbeiter
Ein 74-JĂ€hriger aus Heringsdorf auf Usedom verlor am 4. Juli 25.000 Euro an einen angeblichen Microsoft-Mitarbeiter. Sein Bildschirm verfĂ€rbte sich blau oder schwarz, eine Telefonnummer erschien. Das Opfer gewĂ€hrte Fernzugriff â die TĂ€ter ĂŒberwiesen das Geld.
Nur einen Tag spĂ€ter, am 3. Juli, wurde eine 75-JĂ€hrige in Leinefelde Opfer eines Schockanrufs. Unter dem Vorwand einer dringenden Operation fĂŒr eine Verwandte forderte ein Anrufer eine hohe Summe. Die Seniorin ĂŒbergab 30.000 Euro bar an einen Abholer.
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Die Polizei rĂ€t: GewĂ€hren Sie niemals Fernzugriff auf Ihren Computer. Geben Sie keine sensiblen Daten an unbekannte Anrufer weiter. Behörden und KrankenhĂ€user fordern keine Zahlungen per SMS oder BargeldĂŒbergaben.
Wurden Sie bereits betroffen? Kontaktieren Sie sofort Ihr Kreditkartenunternehmen und informieren Sie die Polizei. Bei verdÀchtigen Anrufen von angeblichen AmtstrÀgern gilt: Legen Sie auf und wÀhlen Sie die 110.
