Snapdragon 4 Gen 6: Qualcomm bringt KI und Gaming in die Mittelklasse
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 11:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der neue Chipsatz bringt Premium-Features in die Mittelklasse – und das schon 2027.
Ein durchgesickertes Datenblatt enthüllt die technischen Details von Qualcomms kommendem Snapdragon 4 Gen 6. Der Chip mit dem Codenamen Poros soll ab Anfang 2027 in erschwinglichen Smartphones zum Einsatz kommen. Besonders spannend: Der Fokus liegt auf On-Device-KI und einer deutlich verbesserten Grafikleistung – Features, die bislang teureren Modellen vorbehalten waren.
Bewährte Fertigung, neue Grafikpower
Der Snapdragon 4 Gen 6 (Modellnummer SM4875) setzt weiterhin auf den 4-nm-Prozess von TSMC. Das sichert eine hohe Energieeffizienz, wie sie bereits der Vorgänger bot. Die CPU-Architektur bleibt ebenfalls unverändert: Acht Kerne – zwei leistungsstarke Cortex-A78 und sechs effiziente Cortex-A55.
Der große Sprung findet in der Grafikabteilung statt. Ein neuer Adreno-6-GPU soll die Spieleleistung und visuelle Darstellung in der Klasse unter 300 Euro deutlich verbessern. Konkrete Taktraten nennt das Leak nicht. Klar ist aber: Wer auf dem Budget-Smartphone zocken will, darf sich freuen.
Hinzu kommt ein dedizierter Hexagon-DSP und KI-Prozessor. Damit lassen sich KI-Anwendungen direkt auf dem Gerät ausführen – ohne Cloud-Anbindung. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Sprachassistenten, Bildbearbeitung oder Echtzeit-Übersetzungen.
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Schnellerer Speicher, flexible Konnektivität
Ein echtes Upgrade gibt es beim Arbeitsspeicher. Der Snapdragon 4 Gen 6 unterstützt LPDDR5-RAM mit bis zu 3200 MHz im Dual-Channel-Modus. Ältere LPDDR4X-Module bleiben kompatibel. Beim internen Speicher setzt Qualcomm auf UFS 3.1 – das beschleunigt das Laden von Apps und Spielen spürbar.
Bei der Konnektivität zeigt sich der Chip flexibel. Hersteller können zwischen verschiedenen Konfigurationen wählen:
- Top-Variante: Wi-Fi 6 und Bluetooth 6.0
- Basis-Variante: Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.1 oder 5.2
- 5G-Modem: Release 17
Ein Feature fehlt allerdings: Wi-Fi 7 wird nicht unterstützt. Das ist angesichts der Zielgruppe – Einsteiger- und Mittelklasse – aber verschmerzbar.
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Sicherheit und Ausblick
Das Gehäuse des Chips misst 11,1 mal 12,0 Millimeter und ist damit etwas größer als frühere 4er-Modelle. Für die Sicherheit sorgen eine Trust Management Engine, Widevine L1 für HD-Streaming und eine ECC-Bildauthentifizierung.
Qualcomm positioniert den Snapdragon 4 Gen 6 als Brücke zwischen Einstiegs- und Premiumsegment. Mit LPDDR5-RAM, moderner GPU und dedizierter KI-Hardware will der Hersteller Millionen von Nutzern ein deutlich besseres Smartphone-Erlebnis bieten – ohne dass sie tief in die Tasche greifen müssen.
Eine offizielle Bestätigung von Qualcomm steht noch aus. Die durchgesickerten Dokumente deuten jedoch auf eine Markteinführung im ersten Quartal 2027 hin.
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