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Snapdragon Sound Elite Gen 2: Qualcomm macht Earbuds zu KI-GerÀten

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 03:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der vorgestellte Audio-Chip integriert WLAN und ermöglicht Apps, Übersetzung sowie HörverstĂ€rkung direkt auf Wearables.

Qualcomm Snapdragon Sound Elite Gen 2 bringt KI direkt in Earbuds
Nahaufnahme eines Silizium-Wafers mit komplexen Schaltkreisstrukturen auf einer metallischen OberflÀche in einem Labor. Illustration mit AI erstellt.

Auf dem Snapdragon Summit in Maui hat Qualcomm den Snapdragon Sound Elite Gen 2 vorgestellt, wie engadget.com am 24.09.2026 berichtete. Der neue Audio-Chip ist fĂŒr Earbuds, Kopfhörer, Audio-Brillen und Kamera-Earbuds konzipiert und soll Audio-Wearables erstmals in eigenstĂ€ndige intelligente GerĂ€te verwandeln, die On-Device-Apps und Sensoren unterstĂŒtzen – unabhĂ€ngig von einem verbundenen Smartphone.

Mehr Rechenleistung bei kleinerer ChipflÀche

Laut Qualcomm bietet der Snapdragon Sound Elite Gen 2 die doppelte KI-Leistung im Vergleich zur Snapdragon S7 Gen 1 Sound Platform: 128 Milliarden Operationen pro Sekunde (128 GOPS) und 256 MAC-Operationen pro Zyklus, gegenĂŒber zuvor 64 GOPS und 128 MAC, wie livescience.com am 25.09.2026 meldete.

Gleichzeitig soll der Chip bis zu 30 Prozent kleiner ausfallen und bis zu 40 Prozent weniger Strom verbrauchen als sein VorgĂ€nger, berichtete thenextweb.com am selben Tag. Qualcomm weist allerdings in einer Fußnote darauf hin, dass diese Angaben auf Design-Simulationen beruhen und nicht auf finalen Chips.

Wi-Fi direkt im Chip integriert

Zur Hardware-Ausstattung zĂ€hlen laut sammobile.com eine Dual-Core Arm Cortex-M55 CPU, eine eNPU 6, drei Audio-DSPs, Bluetooth 7.0 (ready), aptX Lossless sowie XPAN, eine Kombination aus Wi-Fi und Bluetooth, die verlustfreies Audio mit bis zu 192 kHz ĂŒber Wi-Fi ermöglicht. Hinzu kommen Wi-Fi 6E, 24-Bit-96-kHz-Lossless-Audio sowie eine fĂŒnfte Generation adaptiver GerĂ€uschunterdrĂŒckung mit KI/ML-UnterstĂŒtzung, Mehrmikrofon-Technik und RauschunterdrĂŒckung fĂŒr Anrufe.

Besonders hervorgehoben wird laut theverge.com die erstmalige Integration von Micro-Power-Wi-Fi-6E direkt im Chip. Dadurch können sich Earbuds unmittelbar mit dem Heim-WLAN und der Cloud verbinden. Der VorgĂ€nger S7 Pro aus dem Jahr 2023 benötigte dafĂŒr noch einen separaten Wi-Fi-Chip, der bislang lediglich in den Xiaomi Buds 5 Pro von 2025 zum Einsatz kam – ohne globalen Marktstart.

Apps ohne Smartphone, Übersetzung in Echtzeit

Der neue Chip erlaubt es laut livescience.com, dass Apps direkt auf den Earbuds laufen, ganz ohne Smartphone-Verbindung, inklusive Cloud-Synchronisierung etwa mit ChatGPT ĂŒber Wi-Fi. Die Earbuds verfĂŒgen ĂŒber eigenen Onboard-Speicher, eine eigene IP-Adresse und https-Kommunikation.

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Der neue Audio-Chip verwandelt Earbuds erstmals in eigenstĂ€ndige KI-GerĂ€te: Apps laufen direkt auf dem Ohrhörer, WLAN ist im Chip integriert, Echtzeit-Übersetzung und HörverstĂ€rkung kommen ohne Smartphone aus. Unser kostenloser Praxisguide zeigt in 3 Schritten, welche Funktionen heute schon möglich sind und worauf Hersteller noch warten. Praxisguide jetzt anfordern

Zu den unterstĂŒtzten Funktionen zĂ€hlen laut trustedreviews.com Echtzeit-Übersetzung direkt auf dem GerĂ€t, Sprachassistenten sowie HörverstĂ€rkung beziehungsweise SchallverstĂ€rkung fĂŒr Menschen mit HörbeeintrĂ€chtigung.

Auch Kamera-Earbuds werden unterstĂŒtzt: Sie arbeiten laut digitaltoday.co.kr mit niedrig aufgelösten Bildern und KI-basierter Maskierung, speichern keine Fotos, sondern nutzen lediglich visuelle Informationen zur Kontext- und Szenenerkennung. Die Plattform „Snapdragon Sound Apps & Agents“ verbindet die GerĂ€te zudem mit KI-Assistenten; Herstellern stehen laut thenextweb.com bereits Referenzdesigns zur VerfĂŒgung.

Partner und Sprachsteuerung als kĂŒnftige Bedienform

Als Partner nannte Qualcomm laut theverge.com HP mit einem bislang unbenannten Produkt, Bose sowie Cleer fĂŒr Kamera-Earbuds. Auch Samsung könnte den Chip demnach kĂŒnftig in Galaxy Buds oder Glasses einsetzen.

Ziad Asghar, SVP fĂŒr XR, Wearables und Personal AI bei Qualcomm, erklĂ€rte laut engadget.com, dass Interaktionen kĂŒnftig zunehmend per Sprache statt ĂŒber einen Bildschirm erfolgen wĂŒrden. Bis zu 70 Prozent der Nutzer wĂŒnschten sich demnach KI-Funktionen in Wearables. Konkrete Angaben zu Batterielaufzeit oder Markstart machte Qualcomm laut livescience.com nicht.

Speicherknappheit als Treiber fĂŒr Low-Power-Design

Auf dem Summit thematisierte Qualcomm zudem die aktuelle DRAM-Knappheit, die die Kosten fĂŒr Wearables erhöht, wie digitaltoday.co.kr berichtete. Der Chip unterstĂŒtzt daher 1-Bit-Modelle auf der Snapdragon-AR1-Plattform, um den Speicherbedarf zu senken. Asghar zufolge nutzten KI-Brillen frĂŒher 4 Gigabyte DRAM, neuere Modelle kĂ€men zunehmend mit 2 Gigabyte aus, weitere Reduktionen seien angestrebt.

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Sprachbarrieren und Hörprobleme im Alltag lassen sich kĂŒnftig direkt im Ohr lösen: Der neue Chip unterstĂŒtzt Echtzeit-Übersetzung auf dem GerĂ€t und SchallverstĂ€rkung fĂŒr Menschen mit HörbeeintrĂ€chtigung — verarbeitet wird lokal, nicht erst in der Cloud. Der Leitfaden erklĂ€rt, was davon bereits funktioniert und welche Funktionen noch in Referenzdesigns stecken. Leitfaden jetzt sichern

Die 1-Bit-Technik senke die ModellgrĂ¶ĂŸe durch Reduktion auf 1 Bit PrĂ€zision bei laut Asghar nur minimalem Genauigkeitsverlust. FĂŒr grĂ¶ĂŸere Modelle greift der Snapdragon Sound Elite Gen 2 zudem auf externen Speicher zurĂŒck. Die Speicherknappheit wirke dabei als Katalysator fĂŒr die Entwicklung von Low-Power-Audio-Lösungen.

Mehr zum Thema bei Engadget: „Qualcomm's Snapdragon Sound Elite Is A New AI Chip For Audio Wearables“

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