Snapdragon, Surface-GerÀte

Snapdragon X2: Neue Surface-GerÀte mit 60% mehr CPU-Leistung

20.06.2026 - 02:53:41 | boerse-global.de

Microsoft spaltet Windows 11 in zwei Versionen und setzt auf spezielle KI-Chips mit 40 TOPS Leistung fĂŒr Premium-Funktionen.

Microsoft teilt Windows 11 auf: KI-Chips als neuer Standard
Snapdragon - Close-up of a futuristic neural processing unit (NPU) chip on a circuit board, glowing with blue and purple light, symbolizing AI hardware. 20.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Der Softwarekonzern setzt kĂŒnftig auf spezielle Chips fĂŒr KI-Funktionen – und spaltet dafĂŒr sein Betriebssystem in zwei Versionen.

Neue Leistungsstandards fĂŒr KI-PCs

Microsoft und seine Partner haben verbindliche technische Mindestanforderungen fĂŒr die nĂ€chste Generation KI-gestĂŒtzter Windows-11-Computer festgelegt. Im Zentrum steht die Neural Processing Unit (NPU), ein spezialisierter Chip fĂŒr KI-Berechnungen. FĂŒr den Status als „Copilot+-PC" mĂŒssen diese Einheiten mindestens 40 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) leisten.

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Die sogenannte Premium-KI-Funktionen – darunter die umstrittene „Recall"-Funktion, intelligente SuchvorgĂ€nge und Textzusammenfassungen – bleiben bestimmten Chip-Architekturen vorbehalten. Aktuell ist der KI-Assistent Copilot etwa nur auf GerĂ€ten mit Qualcomms Snapdragon-X-Architektur vollstĂ€ndig nutzbar. Zwar laufen textbasierte KI-Funktionen auch auf Intel- und AMD-Systemen, jedoch zunĂ€chst nur mit englischen Systemspracheinstellungen.

Dieser hardwarezentrierte Ansatz ĂŒberrascht Beobachter: Microsoft setzt bewusst auf NPUs, obwohl viele High-End-Grafikkarten deutlich mehr Rechenleistung fĂŒr KI-Aufgaben bieten. Branchenexperten erwarten, dass kĂŒnftige Windows-Generationen stĂ€rker von den verbauten Chips abhĂ€ngen werden als von traditionellen Versionsnummern.

Surface-Reihe wechselt komplett auf ARM-Prozessoren

Am 16. Juni 2026 prĂ€sentierte Microsoft seine aktualisierte Hardware-Palette. Die neuen Modelle Surface Pro 13 Zoll und Surface Laptop (13,8 und 15 Zoll) setzen ausschließlich auf Prozessoren der Qualcomm Snapdragon X2-Serie.

Der Snapdragon X2 wird im modernen 3-Nanometer-Verfahren gefertigt und kombiniert die hauseigenen Oryon-v2-Kerne mit einer 45-TOPS-NPU. Die technischen Daten versprechen eine 60 Prozent höhere CPU-Leistung und 40 Prozent mehr Grafikleistung im Vergleich zum VorgÀnger Snapdragon X Elite.

Die Preise beginnen bei 1.199 Euro fĂŒr das Surface Pro, das bis zu 22 Stunden Videowiedergabe und optional ein OLED-Display bietet. Das Surface Laptop startet bei 1.599 Euro und soll bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit erreichen. WĂ€hrend die Snapdragon-Modelle bereits vorbestellbar sind, erscheinen geschĂ€ftskundliche Varianten mit Intel Core Ultra Series 3 erst im Juli 2026.

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Windows 11: Zwei Versionen fĂŒr unterschiedliche Hardware

FĂŒr den Herbst 2026 bereitet Microsoft eine strategische Aufteilung seines Betriebssystems vor:

  • Windows 11 26H2: Diese Version erscheint voraussichtlich im Oktober als kleines Update-Paket. Sie richtet sich an die breite Nutzerbasis und behĂ€lt die bekannten Mindestanforderungen von 4 GB RAM und 64 GB Speicher bei. Die Installation soll unter fĂŒnf Minuten dauern.
  • Windows 11 26H1: Diese Variante lĂ€uft ausschließlich auf den neuesten ARM-Chips wie Snapdragon X2 oder dem kommenden Nvidia N1.

Entscheidend: GerÀte mit 26H1 können nicht per Standard-Update auf 26H2 wechseln, wie aktuelle Insider-Builds vom 19. Juni 2026 zeigen. Die beiden Versionen basieren auf unterschiedlichen Systemkernen.

Neue KI-Chips von Nvidia und AMD

Auch andere Hersteller rĂŒsten sich fĂŒr die steigenden KI-Anforderungen. Nvidia entwickelt den RTX Spark, einen System-on-Chip mit Blackwell-GPU und 20-Kern-Grace-CPU, gefertigt in Zusammenarbeit mit MediaTek. Der Chip soll im Herbst 2026 erscheinen und lokale KI-Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern ausfĂŒhren können. Erste GerĂ€te wie das Microsoft Surface Laptop Ultra sind bereits angekĂŒndigt.

Im Mini-PC-Segment bringt GMK Ende Juni 2026 den EVO-X3 auf den Markt. Das kompakte System nutzt den AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Zen-5-Kernen und einer 50-TOPS-NPU – optimiert fĂŒr lokale KI-Entwicklung und anspruchsvolle Kreativaufgaben.

Obwohl immer wieder GerĂŒchte ĂŒber ein „Windows 12" kursieren, bleibt Microsofts aktueller Kurs klar: Der Konzern baut Windows 11 konsequent zur dedizierten KI-Plattform aus – mindestens bis Ende 2026 und darĂŒber hinaus.

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