Social-Media-Betrug, Milliarden

Social-Media-Betrug: 2,1 Milliarden Euro Verluste 2025

Veröffentlicht: 30.06.2026 um 18:50 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Gefälschte Kooperationsangebote auf Instagram führen zu Milliardenverlusten. Sicherheitsbehörden warnen vor neuen Phishing-Wellen.

Social-Media-Kontodiebstahl: Rekordverluste durch Collab Scams
Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit Phishing-Nachricht, unscharfer Hintergrund mit Händen, die auf Laptop tippen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Immer ausgefeiltere Phishing-Kampagnen zielen auf professionelle Creator und hochkarätige Nutzer ab.

Kriminelle geben sich als Sponsoren aus

Sicherheitsfirmen wie Bitdefender haben eine Welle betrügerischer Aktivitäten identifiziert, die sich gezielt gegen Instagram-Creator richtet. Die Angreifer verschicken Direktnachrichten mit angeblichen Kooperations-, Sponsoring- oder Modelangeboten. Bei diesen sogenannten „Collab Scams" geben sich die Täter als seriöse Marken oder Talentagenturen aus, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen.

Das Ziel ist stets dasselbe: Die Nutzer sollen auf Phishing-Links klicken oder vertrauliche Daten preisgeben. Besonders tückisch sind gefälschte Jobangebote oder Botschafterprogramme, die die Herausgabe von Anmeldedaten oder Bankinformationen erfordern. In manchen Fällen verlangen die Betrüger sogar Vorauszahlungen – angeblich für Versandkosten oder Verwaltungsgebühren. Haben die Angreifer erst einmal die Zugangsdaten erbeutet, sperren sie die ursprünglichen Besitzer häufig aus ihren Konten aus. Die Wiederherstellung gestaltet sich dann äußerst mühsam.

Rekordverluste durch Social-Media-Betrug

Das Ausmaß des Social-Media-Betrugs hat neue Höchststände erreicht. Laut Daten der US-Handelsaufsichtsbehörde FTC beliefen sich die Gesamtverluste durch Identitätsbetrug im Jahr 2025 auf rund 3,5 Milliarden Euro. Allein auf Social-Media-Plattformen entfielen davon 2,1 Milliarden Euro – ein Anstieg um das Achtfache seit 2020.

Anzeige

Social-Media-Betrug verursachte 2025 Rekordverluste von 2,1 Milliarden Euro – allein auf Instagram. Gefälschte Collab-Angebote kapern täglich Creator-Konten. Mit unserer kostenlosen Checkliste erkennen Sie die Betrugsmuster und sichern Ihren Account in drei Schritten. Kostenlose Schutz-Checkliste anfordern

Forscher von Gen und Norton verzeichneten zudem einen Anstieg der blockierten Kryptowährungs-Betrugsversuche um 105 Prozent im Winter 2026. Erfolgreich gekaperte Konten nutzen die Angreifer oft, um gefälschte Banküberweisungen zu posten – mit Beträgen wie 52.000 oder 55.000 Euro. So sollen die Follower der Opfer aus Angst, etwas zu verpassen, ebenfalls in die Falle tappen.

Während Instagram das Hauptziel für Creator-Betrug bleibt, läuft seit März 2026 eine separate Kampagne gegen Messenger-Dienste wie WhatsApp und Signal. Das FBI und die US-Cybersicherheitsbehörde CISA haben erst am Montag eine aktualisierte Warnung herausgegeben: Russische Geheimdienste nutzen demnach gefälschte Support-Bots, um Backup-Wiederherstellungsschlüssel und Verifizierungscodes von Regierungsbeamten, Journalisten und Militärangehörigen zu stehlen.

So schützen Sie sich – und was im Ernstfall zu tun ist

FĂĽr Nutzer, deren Account bereits gestohlen wurde, empfehlen Sicherheitsexperten sofortiges Handeln, um den Schaden zu begrenzen:

Anzeige

Ihr Instagram-Konto ist Ihr Kapital – schützen Sie es vor Collab Scams. Die kostenlose Checkliste zeigt Ihnen, wie Sie Phishing-Links erkennen, 2FA aktivieren und im Ernstfall sofort handeln. Schutz-Checkliste per E-Mail sichern

  • Sofortiges ZurĂĽcksetzen des Passworts: Ist der Zugriff noch möglich, sollten Nutzer umgehend alle Passwörter auf den betroffenen Plattformen ändern.
  • Melden und Anzeigen: Opfer sollten den Identitätsdiebstahl bei offiziellen Stellen melden und Betrugswarnungen auf ihrer Kreditauskunft einrichten lassen.
  • Links prĂĽfen: Vor dem Anklicken verdächtiger Links helfen spezielle PrĂĽfwerkzeuge.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung: Die Aktivierung der Mehr-Faktor-Authentifizierung und von Registrierungssperren bleibt der wirksamste Schutz gegen unbefugten Zugriff.
  • Unabhängige ĂśberprĂĽfung: Job- oder Kooperationsangebote sollten Nutzer stets ĂĽber die offizielle Website des Unternehmens verifizieren – nicht ĂĽber die Direktnachricht selbst.

Die FTC erinnert mit ihrer Kampagne „Never Ever" daran: Seriöse Organisationen und Behörden verlangen niemals Zahlungen per Kryptowährung oder Geschenkkarten – ein klassisches Merkmal von Kontodiebstählen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69662788 |