Social Media: Tech-Konzerne zahlen 27 Millionen für psychische Schäden
01.06.2026 - 05:30:56 | boerse-global.de
Gerichte in den USA und Deutschland definieren neu, wann jemand verhandlungsfähig ist und wer für psychische Folgen haftet.
UFC-Kämpfer muss sich vor Gericht verantworten
Ein hawaiianischer Richter erklärte Ende Mai ein früheres UFC-Hall-of-Fame-Mitglied für verhandlungsfähig. Der Beschuldigte soll im Mai 2025 seine Mutter angegriffen haben und wurde seither mehrfach festgenommen. Der Prozess kann nun Anfang Juni fortgesetzt werden.
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz können schnell zu rechtlichen Konflikten führen – ein kostenloser Leitfaden zeigt, wie Sie sich durch eine korrekte Gefährdungsbeurteilung und rechtssichere Dokumentation absichern. 7 Sofort-Tipps für Arbeitsschutz-Verantwortliche jetzt sichern
Solche Entscheidungen erfordern oft langwierige Begutachtungen. Die Frage, ob ein Beschuldigter seinem Prozess mental folgen kann, wird zunehmend strenger geprüft.
Bill Cosby scheitert mit Wiederaufnahmeantrag
Am 30. Mai 2026 lehnte ein Gericht den Antrag von Bill Cosby auf ein neues Verfahren ab. Damit bleibt ein Urteil bestehen, das dem Kläger Schadenersatz in Millionenhöhe wegen sexueller Übergriffe zusprach.
Die Entscheidung zeigt: Selbst bei verfahrenstechnischen Einwänden sind die Hürden für eine Wiederaufnahme hoch.
BGH erleichtert Schmerzensgeld für psychische Leiden
Der Bundesgerichtshof (BGH) senkt die Hürden für Opfer psychischer Beeinträchtigungen. In einem Beschluss vom 11. Februar 2025 stellte das Gericht klar: Patienten müssen ihre gesundheitlichen Einschränkungen nicht in juristischer oder medizinischer Fachsprache schildern.
Das Gericht hob eine vorangegangene Entscheidung auf, die die Klage einer Unfallopfer-Mutter abgewiesen hatte. Ihre Schilderungen galten damals als nicht ausreichend substanziiert. Nun genügt eine laienhafte Beschreibung des Leidenszustands für die Fortführung eines Verfahrens.
Social-Media-Konzerne zahlen Millionen an Schulbezirk
Ein US-Schulbezirk in Kentucky erzielte im Mai 2026 einen bedeutenden Vergleich mit mehreren Tech-Konzernen. Meta, Snap, TikTok und YouTube zahlen insgesamt rund 27 Millionen US-Dollar an den Breathitt County Schulbezirk.
Meta übernimmt mit 9 Millionen US-Dollar den größten Einzelbetrag. Hintergrund der Klage waren die psychischen Folgen der Social-Media-Nutzung bei Jugendlichen. Der für Juni angesetzte Prozess wurde damit abgewendet.
Die Justiz zeigt zunehmend Bereitschaft, die Verantwortung für psychische Entwicklungen auch bei Diensteanbietern zu verorten.
Kündigung wegen psychischer Belastung: Gericht mahnt zur Verhältnismäßigkeit
Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf befasste sich mit der fristlosen Kündigung einer Führungskraft während einer Umstrukturierung. Der Vorwurf: Sie habe zu Elternzeit-Anträgen angestiftet und damit ihre Loyalitätspflicht verletzt.
Um Arbeitsverhältnisse in schwierigen Phasen rechtssicher und einvernehmlich zu beenden, bietet dieser Gratis-Report wertvolle Unterstützung für Arbeitgeber und Führungskräfte. Kostenloses E-Book mit Musterformulierungen für Aufhebungsverträge herunterladen
Das Gericht hielt eine Abmahnung für ausreichend. In Phasen hoher psychischer Belastung durch drohende Betriebsschließungen müsse die Verhältnismäßigkeit von Sanktionen besonders geprüft werden. Ein Vertrauensbruch sei nicht automatisch anzuerkennen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
