SoftMaker Office 2026: Kostenlose Beta mit ChatGPT-Integration
15.06.2026 - 23:54:05 | boerse-global.de
Gleich mehrere Anbieter haben diese Woche Updates ihrer Office-Pakete vorgestellt â mit Fokus auf KI-Integration und europĂ€ischer DatensouverĂ€nitĂ€t. SoftMaker, ONLYOFFICE und das EuroOffice-Projekt zeigen, dass der Markt fĂŒr BĂŒroanwendungen in Bewegung gerĂ€t.
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SoftMaker Office 2026: Kostenlose Beta gestartet
SoftMaker hat am heutigen Montag eine öffentliche Betaversion von SoftMaker Office 2026 veröffentlicht. Windows-, macOS- und Linux-Nutzer können das Update bis Ende Juli kostenlos testen. Die Suite mit den Programmen TextMaker, PlanMaker und Presentations legt groĂen Wert auf KompatibilitĂ€t mit Microsofts DOCX-, XLSX- und PPTX-Formaten.
Erstmals integriert SoftMaker KI-Dienste wie ChatGPT und DeepL direkt in die Textverarbeitung. Auch die Bildgenerierung ist Teil des Pakets. Die Preisstruktur fĂŒr die finale Version steht bereits: Die Jahresabos fĂŒr die Home- und Universal-Version sollen rund 30 beziehungsweise 50 Euro kosten. Wer lieber einmal zahlt, bekommt die Professional-Edition fĂŒr etwa 140 Euro.
ONLYOFFICE DocSpace 3.7: KI-generierte Dokumente aus dem Chat
Ebenfalls am 15. Juni hat ONLYOFFICE die Version 3.7 seines DocSpace veröffentlicht. Die Neuerung: KI-Funktionen können direkt aus einem Chat-Interface heraus DOCX-, PDF- und PPTX-Dateien erstellen. UnterstĂŒtzt werden nun auch die KI-Anbieter DeepSeek, Google AI und xAI.
Die zugrunde liegenden Editoren sind auf Version 9.4 aktualisiert worden. Highlights sind ein Dark Mode fĂŒr Dokumente, 25 neue Folienlayouts und 20 frische Ăbergangseffekte. Administratoren können kĂŒnftig externe Links unterbinden und Einladungslinks mit Ablaufdaten versehen. Die neue Funktion âForm Rooms" erlaubt zudem den Export von Daten in externe Datenbanken.
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EuroOffice 1.0: EuropÀische Alternative mit offenen Fragen
Bereits am 9. Juni war EuroOffice 1.0 an den Start gegangen. Die Suite positioniert sich als europĂ€ische Antwort auf Microsoft 365 und bietet webbasierte Editoren fĂŒr Dokumente, Tabellen und PrĂ€sentationen inklusive Echtzeit-Kollaboration. Das erklĂ€rte Ziel: mehr DatensouverĂ€nitĂ€t und weniger AbhĂ€ngigkeit von nicht-europĂ€ischen Cloud-Infrastrukturen.
Allerdings gibt es Kritik aus der Open-Source-Community. Entwickler von LibreOffice bemĂ€ngelten, dass EuroOffice fĂ€lschlich als erste europĂ€ische Open-Source-Suite vermarktet werde. TatsĂ€chlich handelt es sich um einen Fork von ONLYOFFICE mit besonderem Fokus auf das OOXML-Format. Das im September 2025 gegrĂŒndete GitHub-Organisation des Projekts zĂ€hlt inzwischen 22 öffentliche Repositories und ĂŒber 5.600 Follower.
KI-Integration und KompatibilitÀtsprobleme
Der Trend zur KI-Integration beschrĂ€nkt sich nicht auf Open-Source-Produkte. Bereits am 14. Juni veröffentlichte Anthropic Add-ins fĂŒr Claude in Microsoft Word, Excel und PowerPoint â inklusive einer Beta fĂŒr Outlook. Die Assistenten können Faktenchecks durchfĂŒhren, Formeln erklĂ€ren und PrĂ€sentationen ĂŒberarbeiten. Eine echte Alternative zu Microsofts eigenem Copilot.
Doch trotz aller Fortschritte bleibt die KompatibilitĂ€t eine HĂŒrde. Eine am Montag abgeschlossene, einmonatige Testphase von Open-Source-Alternativen zeigte: WĂ€hrend LibreOffice und ONLYOFFICE aufholen, bereiten komplexe Dokumente und VBA-Makros weiterhin Probleme. FĂŒr Nutzer, die tief in Ăkosysteme wie Teams oder SharePoint eingebunden sind, bleibt der Wechsel zu Open-Source-Tools schwierig.
Linux-Kernel 7.1: Verbesserte NTFS-UnterstĂŒtzung
In verwandten Nachrichten hat Linus Torvalds am 15. Juni den Linux-Kernel 7.1 freigegeben. Das Update enthĂ€lt einen neu geschriebenen NTFS-Treiber, der von Microsofts Linux Systems Group mitentwickelt wurde. Er bietet sichereren Schreibzugriff und Leistungssteigerungen von bis zu 18 Prozent. Ein Gewinn vor allem fĂŒr Nutzer von Dual-Boot-Systemen oder externen Windows-Festplatten.
