Sonnenschutz: Discounter schlagen Markenprodukte – Edeka gewinnt
24.06.2026 - 11:33:46 | boerse-global.de
Rund 350.000 neue Hautkrebsfälle pro Jahr in Deutschland – die Zahlen steigen. Aktuelle Tests von Stiftung Warentest und Öko-Test zeigen: Bei Sonnenschutz gibt es große Qualitätsunterschiede. Und: Günstig schützt oft besser als teuer.
Sonnenschirme: Drei Modelle fallen durch
In der Ausgabe 7/2026 untersuchte die Stiftung Warentest elf Sonnenschirme. Die Preisspanne reichte von 60 bis 999 Euro. Das Ergebnis: Nur ein Ampelschirm und ein Marktschirm erhielten die Note „gut“. Drei Modelle bewerteten die Tester als „mangelhaft“, drei weitere als „befriedigend“.
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Der UV-Schutz war ein zentrales Kriterium. Die meisten Schirme erreichten Schutzfaktor 80 – das bedeutet: weniger als 0,1 Prozent UVB-Durchlass. Das schwächste Modell kam auf Schutzfaktor 60. Die Standfestigkeit ist ebenfalls entscheidend: Bei Ampelschirmen mit drei Metern Durchmesser kann ein Ständergewicht von bis zu 200 Kilogramm nötig sein.
Helle Stoffe reflektieren Wärme besser und halten die Fläche darunter kühler. Dunkle Textilien sind dagegen unempfindlicher gegen Verschmutzungen. Wichtig: Der Schirm sollte die zu beschattende Fläche um mindestens 50 Zentimeter überragen.
Sonnencremes: Discounter schlagen Markenprodukte
Die Stiftung Warentest prüfte 36 Sonnenschutzmittel mit LSF 30, 50 und 50+. Das überraschende Ergebnis: Mehrere Eigenmarken des Handels erzielten Bestnoten – und ließen teure Markenprodukte hinter sich.
Der Testsieger mit Note 1,4? Ein Sonnenspray von Edeka. Weitere „sehr gute“ Produkte stammen von Aldi, dm, Lidl, Müller und Rossmann. Alle diese Spitzenreiter kosten weniger als sechs Euro.
Ă–ko-Test: Elf Produkte fallen durch
Ă–ko-Test untersuchte 26 Sonnencremes mit LSF 50. Das Ergebnis: Elf Produkte hielten den versprochenen UV-Schutz nicht ein. Die Tester nutzten eine neue Labormethode. Weicht der gemessene Wert um mehr als 25 Prozent vom angegebenen Faktor ab, gibt es deutliche NotenabzĂĽge. In einem Fall lag die Abweichung bei ĂĽber 50 Prozent.
Trotz der Mängel überzeugten auch hier einige Produkte: Die Cremes von Annemarie Börlind sowie die Eigenmarken von dm und Edeka schnitten gut ab.
So schĂĽtzt du dich richtig
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Die beste Creme nützt nichts bei falscher Anwendung. Für eine Ganzkörperanwendung bei Erwachsenen sind etwa 40 Milliliter nötig – das entspricht vier gehäuften Esslöffeln. Nachcremen alle zwei Stunden ist Pflicht. Die Haltbarkeit angebrochener Produkte: maximal ein Jahr.
Auch unter dem Sonnenschirm ist zusätzlicher Schutz nötig. UV-Strahlung wird vom Boden oder umliegenden Flächen reflektiert – die Sonnenbrandgefahr bleibt bestehen.
Im Trend liegen mobile Lösungen wie Strandzelte. Sie wiegen rund 1,2 Kilogramm, bieten Schatten für zwei Erwachsene und zwei Kinder und filtern 96 Prozent der UV-Strahlung. Für Gruppen von vier bis sechs Personen reicht ein Schirmdurchmesser von drei Metern. Bei größeren Loungegruppen sollten es vier Meter sein. Neigbare Konstruktionen helfen bei tief stehender Sonne – der Schattenwurf lässt sich präzise steuern.
