Sotyktu, Patienten

Sotyktu: 76% der Patienten zeigen stabiles Ansprechen nach 2 Jahren

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 20:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Langzeitdaten zu Sotyktu zeigen bei Psoriasis-Arthritis anhaltendes Ansprechen über 104 Wochen und ein dokumentiertes Sicherheitsprofil.

Bristol Myers Squibb: Sotyktu zeigt Wirkung über 104 Wochen
Ein minimalistisches, modernes medizinisches Forschungslabor in hellem, natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Bristol Myers Squibb hat Langzeitdaten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Sotyktu (Deucravacitinib) bei Erwachsenen mit aktiver Psoriasis-Arthritis vorgelegt. Die Ergebnisse stammen aus der offenen Verlängerungsphase (Open-Label Extension, OLE) der Phase-3-Studie POETYK PsA-2 und wurden auf der Fachkonferenz CCR-West in Huntington Beach präsentiert, die vom 17. bis 20. September 2026 stattfand.

Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Wirkung des Wirkstoffs über einen Zeitraum von 104 Wochen entwickelt – ein Zeitraum, der für chronisch-entzündliche Gelenkerkrankungen wie Psoriasis-Arthritis besonders relevant ist, da Betroffene in der Regel eine dauerhafte Behandlung benötigen.

Anhaltendes Ansprechen bei durchgängiger Therapie

Bei Patientinnen und Patienten, die durchgängig mit Sotyktu behandelt wurden, zeigten sich in Woche 104 nach den sogenannten ACR-Kriterien (American College of Rheumatology), die den Grad der Symptomverbesserung messen, folgende Ansprechraten: 76,2 Prozent erreichten ein ACR-20-Ansprechen, 52,6 Prozent ein ACR-50-Ansprechen und 34,6 Prozent ein ACR-70-Ansprechen, jeweils bezogen auf die beobachteten Fälle (Observed).

Bei einer konservativeren Auswertungsmethode, die Studienabbrecher als Nicht-Responder wertet (Non-Responder Imputation, NRI), lagen die Werte bei 65,3 Prozent, 44,9 Prozent und 29,4 Prozent.

Ein weiterer Wirksamkeitsindikator, die minimale Krankheitsaktivität (Minimal Disease Activity, MDA), wurde in Woche 104 bei 51,2 Prozent der durchgängig behandelten Patienten nach der Observed-Methode und bei 43,7 Prozent nach der NRI-Methode erreicht. MDA gilt in der Rheumatologie als Maßstab dafür, ob eine Erkrankung so gut kontrolliert ist, dass sie den Alltag der Betroffenen kaum noch beeinträchtigt.

Auch Umsteller aus der Placebogruppe profitierten

Die Studie erlaubte es ursprünglich mit Placebo behandelten Teilnehmenden, ab Woche 16 auf Deucravacitinib umzusteigen. Bei dieser Gruppe zeigten sich in Woche 104 ähnliche oder teils sogar leicht höhere Ansprechraten als bei den durchgängig behandelten Patienten: 76,9 Prozent erreichten ACR-20, 54,6 Prozent ACR-50 und 37,7 Prozent ACR-70 (Observed), beziehungsweise 69,3 Prozent, 49,2 Prozent und 33,9 Prozent nach NRI-Auswertung.

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Die MDA-Rate lag bei dieser Umsteller-Gruppe bei 48,7 Prozent (Observed) beziehungsweise 43,7 Prozent (NRI). Diese Werte deuten darauf hin, dass ein späterer Therapiebeginn den langfristigen Nutzen der Behandlung nicht wesentlich schmälerte.

Sicherheitsprofil über zwei Jahre

Zur Verträglichkeit über den Beobachtungszeitraum liegen Daten zu 604 Patienten vor. Bei 86,6 Prozent traten unerwünschte Ereignisse (Adverse Events) auf, bei 12,6 Prozent schwerwiegende unerwünschte Ereignisse. Die Abbruchrate aufgrund von Nebenwirkungen lag bei 7,6 Prozent.

Diese Größenordnungen liefern einen wichtigen Anhaltspunkt dafür, wie sich das Sicherheitsprofil des Wirkstoffs bei Langzeitanwendung darstellt – ein Aspekt, der bei chronischen Erkrankungen, die eine dauerhafte medikamentöse Einstellung erfordern, für die Therapieentscheidung besonders ins Gewicht fällt.

Einordnung

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Die POETYK-PsA-2-Verlängerungsstudie liefert damit einen der bislang umfassendsten Datensätze zur längerfristigen Anwendung von Deucravacitinib bei Psoriasis-Arthritis. Sotyktu, ein selektiver Tyrosinkinase-2-Hemmer, war ursprünglich für die Behandlung von Plaque-Psoriasis zugelassen worden; die vorgelegten Daten sollen nun zusätzliche Evidenz für den Einsatz bei Psoriasis-Arthritis liefern.

Bristol Myers Squibb positioniert die Ergebnisse als Beleg dafür, dass sowohl früh behandelte als auch später umgestellte Patientinnen und Patienten über zwei Jahre hinweg von der Therapie profitieren können, ohne dass sich das Sicherheitsprofil im Verlauf wesentlich verändert.

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