SPACE von Perplexity: KI-Sandbox erstellt Umgebungen bis zu fünfmal schneller
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 00:36 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas KI-Unternehmen Perplexity hat seine interne Plattform SPACE als Open-Source-Projekt freigegeben. Die Software dient als isolierte Ausführungsumgebung, um autonome KI-Agenten abzusichern und deren unkontrollierte Aktionen auf Rechnersystemen zu verhindern, wie mehrere Branchenmedien am 15. Oktober 2026 berichteten.
SPACE bildet die technologische Grundlage für das Agentenprodukt „Computer“ von Perplexity. Die Plattform hält KI-Agenten in einer strikt abgetrennten Umgebung, um Ausbrüche auf darunterliegende Host-Systeme zu unterbinden. Nach Angaben des Unternehmens erfolgt die Erstellung einer Sandbox mit SPACE bei identischem Produktionsaufkommen 3- bis 5-mal schneller als beim zuvor genutzten kommerziellen Drittanbieter.
Isolierte Architektur und Speicherpunkte
Technisch setzt SPACE für jede Sandbox auf eine separate, kompakte virtuelle Maschine (VM) mit eigenem Betriebssystem. Um Sicherheitsrisiken zu minimieren, werden Netzwerkverbindungen sowie sensible Anmeldedaten außerhalb der Sandbox-Instanz verwaltet. Den aktuellen Arbeitsfortschritt eines Agenten sichert das System über regelmäßige Datei-Snapshots und Checkpoints ab.
In einer Sicherheitsüberprüfung wurden 108 Ausbruchsversuche von der virtuellen Maschine zum Host registriert, die allesamt abgewehrt werden konnten. Zwar gelang es Prüfern zwischenzeitlich, bestimmte Netzwerkbeschränkungen zu umgehen, Perplexity schloss diese Schwachstellen jedoch nach eigenen Angaben umgehend.
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Bei einer anschließenden Nachprüfung blieben die zwei identifizierten Angriffsmethoden wirkungslos. In internen Belastungstests unternahmen zudem neun führende Modelle insgesamt 118 Ausbruchsversuche aus SPACE, die ausnahmslos scheiterten. Aus alternativen, nicht quelloffenen Sandboxes sei es den getesteten Modellen dagegen gelungen zu entkommen.
Zibi Braniecki aus dem technischen Team von Perplexity verwies darauf, dass zahlreiche Entwickler und Unternehmen vor Hürden stünden, wenn es um den sicheren Einsatz von KI-Agenten gehe. Mit der Veröffentlichung wolle man hierfür ein erprobtes Werkzeug bereitstellen.
Cloud-Anbieter integrieren die Plattform
Zeitgleich mit der Veröffentlichung schlossen sich mehrere Infrastrukturanbieter der Initiative an. Die Cloud-Spezialisten CoreWeave und Akamai haben SPACE bereits getestet, in ihre Cloud-Plattformen integriert und vertreiben die Umgebung an ihre eigenen Kunden.
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Finanzielle Details oder Umsatzerwartungen bezüglich der Kooperation mit Akamai wurden nicht offengelegt. Zudem kündigte Crusoe an, SPACE in das eigene Portfolio für verwaltete KI-Dienste aufzunehmen und an Unternehmenskunden auszuliefern.
Für Perplexity reiht sich der Schritt in eine Serie quelloffener Veröffentlichungen ein. Zuvor hatte das Unternehmen bereits Werkzeuge wie BrowseSafe sowie im Mai Bumblebee und im Juli Numbat freigegeben. Auch andere Branchenakteure widmen sich dem Problemfeld: So stellte etwa Nvidia mit OpenShell eine vergleichbare Lösung vor, um KI-Agenten innerhalb einer Umgebung mit restriktiven Zugriffsbeschränkungen auszuführen.
