Speicherchips: Preise könnten bis Ende 2026 um 130% steigen
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 15:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der PC-Hersteller HP reagiert auf drohende Preissprünge bei Speicherchips mit einer Welle neuer Hardware und attraktiven Angeboten.
Neue EliteBook-Serie mit Qualcomm-Chips
HP hat am Dienstag das EliteBook 6 G2q offiziell auf den Markt gebracht. Das 14-Zoll-Notebook setzt auf Qualcomms Snapdragon X2 Plus und Elite-Prozessoren – ein klares Bekenntnis zur ARM-Architektur im professionellen Segment. Die Basisversion kommt mit 512 GB SSD, bis zu 32 GB RAM und einem 1200p-IPS-Display mit 60 Hertz und 300 Nits Helligkeit.
Die Preise in den USA liegen zwischen umgerechnet rund 3.200 und 4.200 Euro, je nach Ausstattung. Optional sind 5G-Modul und ein 56-Wh-Akku erhältlich. HP kündigte zudem an, dass künftig auch hochwertigere Display-Optionen verfügbar sein werden – darunter 120-Hz-OLED-Panels mit bis zu 800 Nits. Wann genau diese Varianten erscheinen, ließ der Hersteller offen.
Gebrauchte Business-Klasse zum Schnäppchenpreis
Im Gebrauchtmarkt zeichnet sich ein noch deutlicheres Bild ab: Ein refurbished HP EliteBook 840 G3 mit Intel Core i5-6300U und 8 GB RAM ist derzeit für umgerechnet rund 120 Euro zu haben – ein Preisnachlass von 50 Prozent gegenüber dem bisherigen Gebrauchtpreis.
Wer moderne Leistung sucht, aber nicht den Neupreis zahlen möchte, findet das EliteBook 660 G11 bei Drittanbietern für etwa 1.270 Euro. Die 16-Zoll-Maschine bietet einen Intel Core Ultra 7 155U, 64 GB RAM und eine 2-TB-SSD – allerdings mit möglichen leichten Gebrauchsspuren.
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In IT-Fachkreisen wurde zuletzt intensiv über die Vorzüge von Business-Notebooks gegenüber Konsumentenmodellen diskutiert. Die Empfehlung lautet häufig: Wer Wert auf Verarbeitung und Langlebigkeit legt, greift zu gebrauchten EliteBook-Modellen der Serien 840 G8 oder 640 G10. Auch die Konkurrenz von Lenovo mit der ThinkPad-T-Serie steht hoch im Kurs.
Back-to-School: HP lockt mit AI-Notebooks
HP mischt kräftig bei den saisonalen Rabattaktionen mit. Der HP OmniBook 5 – von PCMag im Juli 2026 zum besten Laptop insgesamt gekürt – ist bei Walmart für umgerechnet rund 680 Euro zu haben. Das Gerät überzeugte die Tester vor allem mit seinem OLED-Display und der herausragenden Akkulaufzeit. Angetrieben wird es von einem AMD Ryzen AI 7 445, die SSD fasst 1 TB.
Noch tiefer in die Tasche greifen die Händler beim OmniBook X Flip. Das Convertible verbilligt sich um bis zu 450 Euro. Die Version mit Intel Core Ultra 5 325 und 512 GB SSD kostet rund 910 Euro, das Spitzenmodell mit Core 7 Ultra, OLED-Display und 1 TB SSD liegt bei etwa 910 Euro bei Best Buy. Beide Varianten verfügen über eine dedizierte NPU (Neural Processing Unit) für Copilot Plus – Microsofts KI-Assistent der nächsten Generation.
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Drohende Preisexplosion bei Speicherchips
Die aktuelle Angebotswelle kommt nicht von ungefähr. Marktforscher von Gartner prognostizieren, dass die Preise für DRAM und SSDs bis Ende 2026 um bis zu 130 Prozent steigen könnten. Wer jetzt zuschlägt, sichert sich also Hardware zu Konditionen, die in wenigen Monaten womöglich Geschichte sind.
Besonders interessant: Das HP 15.6-Zoll-Ryzen-7-Notebook mit Touchscreen für umgerechnet rund 500 Euro. Es bietet acht Kerne und 16 GB RAM, verzichtet aber auf eine NPU – und erfüllt damit nicht die aktuellen AI-Standards. Für alle, die keine KI-Funktionen brauchen, bleibt es eine preiswerte Alternative vor den erwarteten Preissteigerungen.
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