Speicherintegrität in Windows: Microsoft schaltet Schutz ab Oktober automatisch ein
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 18:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer US-Softwarekonzern Microsoft hat damit begonnen, die Schutzfunktion der Speicherintegrität für die allgemeine Nutzerschaft standardmäßig einzuschalten. Mit dieser Maßnahme zielt das Unternehmen darauf ab, das Sicherheitsniveau des Betriebssystems Windows weiter zu verbessern. Die Verteilung erfolgt über reguläre Systemaktualisierungen.
Wie aus einem Bericht von newswall.org vom 31. Oktober 2026 hervorgeht, wird die Funktion über Qualitätsupdates ab Oktober 2026 auf berechtigten Systemen automatisch freigeschaltet. Microsoft berücksichtigt dabei den bisherigen Nutzerstatus: Systeme, auf denen Anwender die Speicherintegrität zuvor explizit ausgeschaltet haben, sollen von der automatischen Aktivierung unberührt bleiben.
Kaum spürbare Einbußen in synthetischen Benchmarks
Die Speicherintegrität, im Englischen als Memory Integrity bekannt, dient der Abwehr von Schadsoftware auf Hardwareebene, steht jedoch bei Anwendern immer wieder wegen möglicher Leistungseinbußen in der Diskussion. Leistungsmessungen mit einem AMD Ryzen 5 7600X verdeutlichen jedoch, dass die praktischen Auswirkungen auf die Rechenleistung gering ausfallen.
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In synthetischen Testläufen mit der Benchmark-Software 3DMark blieben die gemessenen Abweichungen größtenteils unter 0,5 Prozent. Lediglich bei der Auslastung von vier Threads zeigte sich ein Unterschied von 2,3 Prozent zwischen aktivierter und deaktivierter Schutzfunktion.
Auswirkungen auf Gaming und praktische Nutzung
Auch in realen Gaming-Szenarien halten sich die Leistungsunterschiede in engen Grenzen, wenngleich es zu messbaren Veränderungen kommt. Beim Ego-Shooter Counter-Strike 2 fielen die durchschnittlichen Bildraten bei eingeschalteter Speicherintegrität um 1,7 Prozent niedriger aus, wobei die einzelnen Messwerte laut den Berichten variierten.
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Beim hardwarehungrigen Titel Cyberpunk 2077 sank die durchschnittliche Bildrate mit aktivem Schutz um 1,9 Prozent. Deutlicher fiel der Unterschied bei den sogenannten 1%-Lows aus, die für minimale Bildrateneinbrüche stehen: Diese lagen um 6,6 Prozent niedriger als ohne die Sicherheitsfunktion.
Trotz dieser punktuellen Einbußen wird empfohlen, die Schutzfunktion aktiviert zu lassen, da der Sicherheitsgewinn im Alltag die minimalen Leistungsverluste in der Regel überwiegt.
