SpelÀotherapie: Heilstollen-Therapie lindert Atemnot und Fatigue
Veröffentlicht: 18.07.2026 um 06:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Integration von Yoga, Achtsamkeit und spezialisierter Bewegungstherapie in klinische, museale und pflegerische Kontexte gewinnt zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Entwicklungen zeigen eine Diversifizierung therapeutischer Angebote, die sowohl die psychische Resilienz als auch die physische MobilitÀt stÀrken sollen.
Achtsamkeit und Augen-Yoga im Museum
Ein neuartiger Ansatz verbindet Kunstrezeption mit GesundheitsprĂ€vention. Der Kunstpalast DĂŒsseldorf hat am 17. Juli 2026 das Format âVisual Arts Yoga" eingefĂŒhrt. Unter der Leitung von Felix KrĂ€mer und der Yogalehrerin Simone Hoffmann kombiniert das Museum körperliche und geistige Ăbungen mit der Betrachtung von Kunstwerken.
Das 90-minĂŒtige Programm umfasst Augen-Yoga, Atemtechniken und AchtsamkeitsĂŒbungen an sieben ausgewĂ€hlten Kunststationen. Ziel ist es, den Blick der Teilnehmenden nach innen zu richten und die Sinneswahrnehmung zu schĂ€rfen â ohne fachspezifische Vorkenntnisse. Ab dem 22. Juli 2026 ist das Angebot im regulĂ€ren Betrieb fĂŒr die Ăffentlichkeit zugĂ€nglich.
Den Hintergrund bilden unter anderem Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die positive Effekte von Museumsbesuchen auf die Gesundheit belegen.
Bewegungsförderung in der Tages- und Langzeitpflege
Im Bereich der Seniorengesundheit werden verstĂ€rkt zertifizierte Programme implementiert. Die DRK-Tagespflege in Hermannsburg erhielt Mitte Juli 2026 das Zertifikat âBewegte Tagespflege" von der Krankenkasse IKK classic. Das in Zusammenarbeit mit der Hochschule Esslingen entwickelte Programm integriert Bewegungsförderung direkt in die alltĂ€glichen AktivitĂ€ten der PflegebedĂŒrftigen.
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Laut Leiterin Maresa Theis steht dabei die Förderung der MobilitĂ€t im Vordergrund. ErgĂ€nzend dazu werden niederschwellige Angebote fĂŒr Menschen mit eingeschrĂ€nkter Beweglichkeit ausgebaut. In Erbach ist fĂŒr den 19. Juli 2026 ein Kurs fĂŒr Tanzen im Sitzen angesetzt, der gymnastische Elemente mit rhythmischen Bewegungen verknĂŒpft.
Auch inklusive Sommerprogramme, wie sie in Zeitlarn ab Mitte Juli 2026 angeboten werden, setzen auf eine Kombination aus tiergestĂŒtzter Therapie und kreativen Workshops.
Integrative TherapieansÀtze und klinische SinnesrÀume
In der psychiatrischen und palliativmedizinischen Versorgung kommen verstĂ€rkt multisensorische Konzepte zum Einsatz. Die Stadtklinik Frankenthal hat einen sogenannten Snoezelenraum eingerichtet. Finanziert durch Mittel eines Fördervereins in Höhe von 16.000 Euro, soll der Entspannungs- und Sinnesraum die therapeutische Arbeit in Psychiatrie, Geriatrie und Palliativmedizin unterstĂŒtzen.
Der Umzug der psychiatrischen Abteilung in einen Neubau soll bis Ende Juli 2026 abgeschlossen sein.
In der Traumatherapie fĂŒr GeflĂŒchtete haben sich ebenfalls kombinierte AnsĂ€tze bewĂ€hrt. Das Zentrum Ăberleben in Berlin, gegrĂŒndet in den 1990er Jahren, verknĂŒpft medizinische Versorgung mit Krankengymnastik sowie Psycho- und Kunsttherapie. Solche multimodalen AnsĂ€tze behandeln die Folgen schwerer physischer und psychischer Gewalterfahrungen.
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Aktuelle Forschung zu ergÀnzenden Therapieformen
Auch spezialisierte Verfahren wie die SpelĂ€otherapie (Heilstollen-Therapie) werden wissenschaftlich evaluiert. Eine am 16. Juli 2026 in der Fachzeitschrift âScientific Reports" veröffentlichte Studie untersuchte die Effekte einer dreiwöchigen Behandlung bei 208 Teilnehmenden mit Asthma, COPD oder Long-COVID.
Die Probanden absolvierten zusÀtzlich zur Standardtherapie sechs Sitzungen in einem Heilstollen. Die Ergebnisse deuten auf signifikante subjektive Verbesserungen hin: Die Autoren beobachteten positive VerÀnderungen bei der Asthmakontrolle, der allgemeinen LebensqualitÀt sowie eine Reduktion von Atemnot und Fatigue-Symptomen.
Allerdings konnten keine signifikanten objektiven Verbesserungen der Lungenfunktion festgestellt werden. Die Therapieform gilt daher als ergÀnzendes, die LebensqualitÀt steigerndes Verfahren.
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