Speläotherapie: Heilstollen verbessern Lungenfunktion bei Asthma
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 03:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Während Großkonzerne Milliarden in psychedelische Wirkstoffe pumpen, boomen spezialisierte Angebote für Frauengesundheit und traditionelle Naturheilverfahren.
Eli Lilly setzt auf DMT-Nasenspray
Der Pharmakonzern Eli Lilly plant die Übernahme des Psychedelika-Entwicklers AtaiBeckley – für bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar. Im Zentrum steht ein Nasenspray auf DMT-Basis (BPL-003) gegen Depressionen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat das Mittel bereits als „Breakthrough Therapy“ eingestuft. Eine Phase-3-Studie läuft, der Abschluss der Übernahme ist für das dritte Quartal 2026 anvisiert.
Der Deal zeigt: Die etablierte Pharmaindustrie entdeckt Substanzen für sich, die einst in der Alternativmedizin beheimatet waren.
Hormonelle Gesundheit im Fokus
Anbieter wie FEMNA Health verzeichnen wachsende Nachfrage. Über 50.000 Kundinnen nutzen die Plattform für Hormontests, Nahrungsergänzung und Beratung – maßgeschneidert auf die weibliche Physiologie. Das Konzept setzt auf individuelle Betreuung jenseits von Standardtherapien.
Heilstollen gegen Long-COVID
Wissenschaftliche Belege für traditionelle Verfahren häufen sich. Eine Studie im Fachjournal Scientific Reports untersuchte die Speläotherapie (Heilstollentherapie) bei Atemwegserkrankungen. 208 Teilnehmer absolvierten sechs Sitzungen über drei Wochen. Ergebnis: Bei Asthmapatienten verbesserte sich die Lungenfunktion objektiv. Alle Probanden berichteten von mehr Lebensqualität, weniger Fatigue und Atemnot.
Auch Ayurveda rückt in den Fokus der Forschung. Die menschliche Muskulatur produziert über 600 Substanzen, die Immunsystem, Stoffwechsel und Nerven direkt beeinflussen. Fachseminare Mitte Juli widmeten sich der Bewegung als täglicher Körperpflege.
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Wellness-Infrastruktur boomt
Die gesundheitsorientierte Freizeitgestaltung wird ausgebaut. In Berchtesgaden eröffnet im September ein neues Yoga-Studio – ohne Vertragsbindung, mit Angeboten für Senioren und Menschen mit Handicap. Die Watzmann-Therme investiert nach einem Rekordjahr 2025 mit über 271.000 Gästen in Modernisierung: Ninja-Cross-Parcours, Edelstahl-Solebecken und Photovoltaik sind geplant.
Kommunale Bäder ziehen nach. In Neheim eröffnet am 25. Juli ein neues 50-Meter-Becken – Investition: 3,2 Millionen Euro. In Bernau gingen Mitte Juli alle Bäder wieder in Betrieb. Allerdings zeigen Keimfunde in Kaiserslautern, die zur Beckensperrung führten, die hygienischen Herausforderungen.
Streit um Gesundheitsdaten und Kassenfinanzierung
Die politische Debatte bleibt angespannt. Die Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) sprach sich Mitte Juli gegen Pläne aus, Krankenkassen erweiterten Zugriff auf Gesundheitsdaten zu gewähren. Parallel sorgt das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz für Diskussionen: Es wurde im Juli im Bundestag beraten und könnte die Finanzierung psychotherapeutischer Leistungen einschränken.
Vereine setzen derweil auf Prävention. Der Kneipp-Verein Gelderland bietet Anfang August Achtsamkeitstrainings im Wald an. Die Kneipp-Therapie, seit 2015 immaterielles Kulturerbe, gilt als kostengünstige Methode zur Stressbewältigung – zahlreiche lokale Vereine mit eigenen Wassertretanlagen belegen den Trend.
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