Spitzenabitur: SchĂŒler erreicht 900 Punkte mit zwei Stunden tĂ€glich
Veröffentlicht am: 26.06.2026 um 18:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Notendurchschnitt liegt bei 2,13 â deutlich besser als die 2,25 des letzten G8-Jahrgangs. Rund 30.000 Absolventen erhielten am heutigen Freitag ihre Zeugnisse, die Bestehensquote liegt bei etwa 98 Prozent.
Mehr Zeit, bessere Noten
Kultusministerin Anna Stolz fĂŒhrt die Verbesserung auf die lĂ€ngere Lernzeit zurĂŒck. Die neue Oberstufe biete mehr Möglichkeiten zur individuellen Profilbildung. Auch in Hessen starteten rund 30.000 Abiturienten in einen neuen Lebensabschnitt â pĂŒnktlich zu den Sommerferien.
Der 1,0-Macher: Nur zwei Stunden tÀglich
Spitzennoten sind auch mit moderatem Aufwand möglich. Alexander Jorias erreichte 900 von 900 Punkten â das entspricht einer Note von 0,67. Sein Geheimnis: Nur zwei Stunden tĂ€glich lernen, unterstĂŒtzt durch kĂŒnstliche Intelligenz. Trotz der Traumnote will er kein Medizin studieren.
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Auch andere Einser-Absolventen wie Anna Bertl, Paul Sturm und Benjamin Wörnzhofer vom Welfen-Gymnasium Schongau setzen auf klare Strategien: PrioritÀten setzen, in kleinen Portionen lernen und vor allem Ausgleich durch Hobbys wie Tanzen, Tennis oder Musik.
Chancengleichheit: Gymnasium bleibt Trumpf
Eine Langzeitstudie des Leibniz-Instituts fĂŒr BildungsverlĂ€ufe aus dem Jahr 2025 liefert spannende Erkenntnisse. Forscher begleiteten 1.940 SchĂŒler ĂŒber zehn Jahre. Ergebnis: Motivierte SchĂŒler entwickeln unabhĂ€ngig von der Schulform Ă€hnliche Kompetenzen. Doch die Wahrscheinlichkeit, das Abitur zu schaffen, ist am Gymnasium immer noch 13 Prozentpunkte höher â frĂŒher waren es sogar 20.
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NachprĂŒfungen: Trend oder Einzelfall?
Nicht alles lĂ€uft rund. An einigen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen steigt die Zahl der NachprĂŒfungen. Mögliche Ursachen: Kompetenzverluste, verĂ€nderte Lernkultur oder die Nutzung von KI-Tools. Eine bundesweite BestĂ€tigung fĂŒr diesen Trend gibt es nicht â andere Schulen sehen keine VerĂ€nderungen.
