Saugroboter als Ersthelfer
02.04.2025 - 09:25:00Laut Statistik stĂŒrzt ein Drittel aller Personen ĂŒber 65 Jahren einmal jĂ€hrlich. Je Ă€lter Menschen werden, desto höher ist auch die Sturzgefahr. Gerade bei Ă€lteren Menschen kann das zu Verletzungen fĂŒhren. Gleichzeitig wollen wir bis ins hohe Alter selbstbestimmt zu Hause wohnen. Forschende der FH St. Pölten am Institut fĂŒr Creative Media/Technologies haben einen handelsĂŒblichen Staubsaugerroboter intelligenter gemacht, um Ă€lteren Menschen im Alltag und in Notsituationen zu helfen. Der sogenannte "Smart Companion" kann StĂŒrze erkennen und im Notfall die Rettung rufen.
"Wir wollen nicht, dass alleinstehende Menschen stundenlang hilflos am Boden liegen. Also haben wir an der Entwicklung eines AlltagsgerÀts geforscht, das hier zeitnah helfen kann", betont Projektleiter Andreas Jakl vom Department Medien und Digitale Technologien an der FH St. Pölten.
Prototyp entwickelt und getestet
Das Projektteam baute einen einsatzbereiten Prototypen. Dazu ĂŒbernehmen die inzwischen weit verbreiteten und mit vielen Sensoren ausgestatteten Staubsaugerroboter die Erkennung gestĂŒrzter Personen. Mit einem Sprachassistenten wie Alexa kann die gestĂŒrzte Person kommunizieren und im Fall auch Hilfe holen. Beide Anwendungen gelten in der Bevölkerung als akzeptiert. Der smarte Saugroboter fuhr in einer groĂ angelegten Testung ĂŒber sechs Monate auf sich allein gestellt in Wohnungen von Senior*innen im betreubaren Wohnen des Samariterbunds in Linz.
"Das System hat sich im Alltag bewĂ€hrt. Der Roboter hielt die Wohnungen sauber â was die Akzeptanz förderte â und die Menschen schĂ€tzten ihn, da er in NotfĂ€llen helfen konnte. Dabei waren uns Datenschutz und PrivatsphĂ€re besonders wichtig: Das System wurde von einer unabhĂ€ngigen Ethik-Kommission freigegeben", so Jakl.
Starke Partner
Die Robert Bosch AG hat maĂgeblich die KI mitentwickelt und ist als europĂ€ischer Hersteller von HaushaltsgerĂ€ten und Smart Home Systemen fĂŒr den Praxisbezug sehr wichtig. Der Arbeiter Samariter Bund (ASB), Gruppe Linz, betreibt ein Heimnotrufsystem mit bewĂ€hrten ArmbĂ€ndern. Der ASB ist sehr an innovativen Neuerungen interessiert, die die Akzeptanz bei den Nutzer*innen weiter steigern können. Die Akademie fĂŒr Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit hat ein enormes Wissen in der Betreuung und Pflege von Ă€lteren Menschen sowie den ethischen Dimensionen.
Ăber Smart Companion Das Forschungsprojekt Smart Companion wurde von der FH St. Pölten gemeinsam mit der Robert Bosch AG, dem Arbeiter Samariter Bund (ASB), Gruppe Linz, sowie der Akademie fĂŒr Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit umgesetzt. Smart Companion wurde im Programm "IKT der Zukunft" vom Bundesministerium fĂŒr Klimaschutz, Umwelt, Energie, MobilitĂ€t, Innovation und Technologie (BMK) gefördert. Weitere Informationen Sie auf der Forschungswebseite ( https://research.fhstp.ac.at/projekte/smart-companion-2 ).
(Ende)
Aussender: FH St. Pölten Ansprechpartner: Maja Sito Tel.: +43 676 847 228 265 E-Mail: [email protected] Website: www.fhstp.ac.at


