Stablecoin-Boom, Hyundai

Stablecoin-Boom: Hyundai Card überweist 20.000 Euro in 7 Minuten

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 22:17 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Große Finanzkonzerne setzen auf Stablecoins für schnelle grenzüberschreitende Transaktionen. Hyundai Card und MoneyGram präsentieren konkrete Pilotprojekte.

Stablecoin-Boom: Hyundai, MoneyGram und Visa treiben Blockchain-Zahlungen voran
Digitale Erdkugel mit Netzlinien, Stablecoin-Symbolen und Händen, die digitale Währung tauschen – symbolisiert globale Stablecoin-Überweisungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Geldtransfers in Minuten statt Stunden – große Finanzkonzerne entdecken die Blockchain für sich.

Finanzinstitute und Zahlungsdienstleister treiben die Einführung von Stablecoin-Technologie massiv voran. Im Fokus: schnellere grenzüberschreitende Transaktionen und einfachere Zugänge zu digitalen Vermögenswerten. Gleich mehrere Großkonzerne präsentierten diese Woche konkrete Projekte.

Hyundai Card: 20.000 Dollar in sieben Minuten überwiesen

Der südkoreanische Finanzdienstleister Hyundai Card hat am Mittwoch einen erfolgreichen Pilotversuch für ein Stablecoin-basiertes Zahlungssystem zwischen Konzerntöchtern abgeschlossen. Die Überweisung von 20.000 Euro zwischen Hyundai-Motor-Gesellschaften in den USA und Mexiko dauerte gerade einmal sieben Minuten.

Zum Vergleich: Herkömmliche grenzüberschreitende Überweisungen benötigen für diese Strecke drei bis vier Stunden. Die Transaktion lief über den USDT-Stablecoin (Tether) auf der Avalanche-Blockchain. Partner waren Tether, Avalanche und Axiym.

Noch im Juli plant Hyundai Card einen zweiten Test mit europäischen Tochtergesellschaften. Diesmal sollen auch Circle und Visa mit an Bord sein.

MoneyGram: 60 Millionen Kunden sollen Stablecoins nutzen

Der weltweit tätige Zahlungsdienstleister MoneyGram baut seine digitale Strategie weiter aus. CEO Anthony Soohoo kündigte an, den hauseigenen Stablecoin MGUSD flächendeckend in das Netzwerk von rund 500.000 Filialen zu integrieren. Das Potenzial: rund 60 Millionen Kunden.

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Der MGUSD-Stablecoin startete bereits im ersten Halbjahr 2026 auf dem Stellar-Netzwerk. Herausgegeben wird er von Bridge, die technische Infrastruktur liefern M0 und Fireblocks. MoneyGram hat eigenen Angaben zufolge bereits Stablecoin-Transaktionen im Volumen von über zwei Milliarden Euro abgewickelt. Weitere Partner sind Kraken und das Tempo-Netzwerk, bei dem MoneyGram als Validator fungiert.

Neue Zugänge: Von New York bis in den Kongo

MoonPay hat am Mittwoch virtuelle Konten für den direkten Umtausch von Fiatgeld in Stablecoins speziell für den Markt in New York eingeführt. Nutzer können künftig ACH- und SWIFT-Überweisungen über eine einzige Schnittstelle in Stablecoins umwandeln. Die Technologie stammt von Iron, einem Unternehmen, das MoonPay 2025 übernommen hatte. MoonPay besitzt eine BitLicense, eine New Yorker Treuhandlizenz sowie diverse Geldtransferlizenzen.

Parallel dazu startete am selben Tag ein Pilotprojekt in der Demokratischen Republik Kongo. Visa, M-Pesa und Onafriq testen dort Stablecoin-Abwicklungen für Mobile-Money-Dienste. Ziel: die Finanzlücke schließen – nur 30 Prozent der kongolesischen Bevölkerung haben Zugang zu formellen Finanzdienstleistungen. Onafriq, in 43 afrikanischen Märkten aktiv, prüft zudem weitere Stablecoin-Projekte, darunter eine Partnerschaft zwischen M-Pesa und der ADI Foundation für einen an den VAE-Dirham gekoppelten Stablecoin.

HyperFX: Devisenhandel in Sekunden

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Einen Tag zuvor, am Dienstag, brachte Polytope Labs die Handelsplattform HyperFX an den Start. Sie ermöglicht Währungsumtausch in Sekunden – auf Basis von Stablecoins. Das zugrundeliegende Hyperbridge-Protokoll hat bereits Transaktionen im Wert von über 500 Millionen Euro über mehr als 15 verschiedene Blockchain-Netzwerke abgewickelt.

HyperFX wickelt einzelne Transaktionsschritte in lokalen Stablecoins ab – etwa dem cNGN für die nigerianische Naira. Die Gebühr beträgt 0,05 Prozent. Für Liquiditätsanbieter winken Renditen von bis zu sieben Prozent auf lokale Stablecoins und drei bis vier Prozent auf USD-gebundene Stablecoins.

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