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Steam Link visionOS: Valve streamt Spiele in 4K bei 120 fps

Veröffentlicht am: 03.06.2026 um 07:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Valve veröffentlicht native visionOS-App für Steam Link mit 4K und 120 fps auf dem Apple Vision Pro.

Steam Link visionOS: Valve streamt Spiele in 4K bei 120 fps Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
Steam Link visionOS: Valve streamt Spiele in 4K bei 120 fps Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Spieleentwickler Valve hat eine native visionOS-Version seiner Steam-Link-App veröffentlicht – ein deutlicher Sprung für Gamer auf Apples Raumcomputer.

Seit dem 2. Juni 2026 steht die speziell angepasste Anwendung im visionOS-Appstore bereit. Sie ersetzt die bisherige iPad-Lösung, die auf dem Apple Vision Pro nur eingeschränkt funktionierte. Die native Version verspricht deutlich höhere Leistung und speziell auf die räumliche Computerumgebung zugeschnittene Bedienelemente.

4K und 120 Bilder pro Sekunde – die technischen Details

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Die neue App streamt Spiele vom heimischen PC in 4K-Auflösung bei 120 Bildern pro Sekunde. Das ist eine massive Verbesserung gegenüber der iPad-Variante, die auf ein 4:3-Format mit maximal 2732×1537 Pixeln beschränkt war.

Besonders clever: Die visionOS-Version passt das Seitenverhältnis dynamisch an. Das virtuelle Display füllt das gesamte Sichtfeld des Nutzers aus – Schluss mit den schwarzen Balken, die beim iPad-Spiegeln unvermeidlich waren.

Valve hat zudem spezifische Funktionen für Apples Plattform integriert. Dazu gehören die Blick-und-Kneif-Navigation sowie einstellbare Bildschirmkrümmung. Die App ist für klassische Flachbildschirm-Spiele ausgelegt, nicht für Virtual Reality. Wer die volle 4K-120FPS-Leistung nutzen will, braucht laut Branchenberichten ein stabiles Wi-Fi-6- oder Wi-Fi-6E-Netzwerk.

Die VR-Lücke bleibt bestehen

So sehr die neue App überzeugt – einen Haken gibt es. Native SteamVR-Unterstützung fehlt weiterhin. Wer PC-VR-Titel auf dem Vision Pro spielen möchte, ist auf Drittanbieter angewiesen.

Hier kommt KRVR ins Spiel, eine 15 Euro teure visionOS-Anwendung. Sie wurde zeitgleich mit Valves Release aktualisiert und bietet nun foveated Streaming für SteamVR-Spiele über das Nvidia-CloudXR-SDK. Alternativen wie ALVR und Clear XR stehen ebenfalls bereit, wobei letzteres seit Anfang des Jahres kein größeres Update mehr erhalten hat.

Diese Drittanbieter-Lösungen überbrücken die Lücke mit Funktionen wie Passthrough-Ausschnitten und Unterstützung für PSVR2-Sense-Controller – alles Features, die Valves eigene App nicht bietet.

Wettbewerb und Hardware-Grenzen

Valves Schritt kommt nicht aus dem Nichts. Bereits im März 2026 hatte Nvidia seinen GeForce-Now-Dienst aktualisiert: 4K bei 90 Bildern pro Sekunde auf dem Vision Pro. Damals war Apples Headset das einzige Gerät, das diese Streaming-Stufe unterstützte.

Die Hardware selbst setzt Grenzen. Während das M2-basierte Vision Pro Bildwiederholraten bis 100 Hz schafft, ermöglicht erst die M5-Version die vollen 120 Hz, die Valves neue App bietet. Wer also das volle Potenzial ausschöpfen will, braucht das aktuelle Modell.

Interessant: Apple hat die Pläne für ein günstigeres „Vision Pro 2" offenbar aufgeschoben. Branchenkreisen zufolge erscheint es frühestens Ende 2028 oder 2029. Der Konzern soll den Fokus stattdessen auf Smart Glasses verlagern.

Steht Valves große Rückkehr bevor?

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Die visionOS-Veröffentlichung fällt in eine Zeit, in der die Gerüchte um eine neue Steam Machine immer lauter werden. Ende Mai und Anfang Juni 2026 entdeckten Entwickler im Steam-Backend und auf GitHub eine „Welcome Tour" – ein Muster, das zuvor bereits die Einführung des Steam-Controllers ankündigte.

Marktanalysten wie Mat Piscatella spekulieren über eine Konsole im High-End-Segment. Die Preise könnten zwischen 1.300 und 1.600 Euro liegen. Das wäre eine Ansage – zumal Valve zuletzt den Preis des 1-TB-Steam-Deck-OLED von 600 auf knapp 900 Euro erhöht hat.

Die angebliche Steam Machine soll auf AMD Zen 4 und RDNA 3 setzen. Sie würde Valves Ökosystem nahtlos verbinden: vom Handheld über den Raumcomputer bis zur stationären Konsole. Die neue visionOS-App könnte der erste Schritt in diese Richtung sein.

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