Steam Machine: Community druckt Portal-Gehäuse nach dbrand-Stopp
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 16:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein 3D-Druck-Enthusiast veröffentlicht Baupläne für ein Companion-Cube-Gehäuse – nachdem Hersteller dbrand aufgeben musste.
DIY-Alternative nach Lizenz-Streit
Der Fall ist ein Lehrstück für die Grenzen des Fan-Designs: Nachdem Valve den Zubehör-Hersteller dbrand im Juli 2026 wegen Urheberrechtsverletzung gestoppt hatte, springt nun die Community in die Bresche. Ein Nutzer namens Jaron veröffentlichte am 19. und 20. Juli kostenlose 3D-Druck-Dateien auf der Plattform Printables. Die Baupläne sind stark an die ikonische Weighted Companion Cube-Ästhetik aus dem Spiel Portal angelehnt.
dbrand hatte Anfang Juli auf Valves Forderung reagiert, die Produktion seiner unautorisierten Steam-Machine-Hülle einzustellen. Das Unternehmen kam der Aufforderung umgehend nach und erstattete allen Vorbestellern den Kaufpreis. Die neue Community-Lösung ist dagegen strikt nicht-kommerziell.
Zwei Varianten und kluge Lüftungslösungen
Jarons Projekt bietet zwei Design-Optionen: den klassischen Weighted Companion Cube mit dem bekannten Herz-Motiv sowie den Weighted Storage Cube mit dem Aperture-Science-Logo. Die Rückseite des Gehäuses bleibt bewusst offen, um Anschlüsse und Lüftung nicht zu behindern. Das Aperture-Logo an der Seite ist zudem ausgehöhlt – clever, denn so entsteht zusätzlicher Luftstrom für die leistungshungrige Hardware.
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Der Zusammenbau ist allerdings nichts für Anfänger. Laut der Bauanleitung benötigen Maker fünf verschiedene Filament-Farben, um das originale Farbschema zu treffen. Magnete, Schrauben, Gewindeeinsätze, ein Lötkolben, Pinzetten und Sekundenkleber stehen auf der Materialliste. Die abnehmbare Frontplatte verfügt über einen präzisen Ausschnitt für das LED-Band der Steam Machine – so bleiben die Statusleuchten auch im Portal-Look sichtbar.
Steam Machine: Verkauf läuft – aber unter Druck
Das Interesse an individuellen Gehäusen kommt nicht von ungefähr. Die Steam Machine verkauft sich trotz Premium-Preises und anhaltender Lieferketten-Probleme solide. Branchenanalysen vom 19. Juli zufolge setzt Valve wöchentlich zwischen 10.000 und 15.000 Einheiten ab – das entspricht rund 50.000 bis 60.000 Geräten pro Monat.
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Valve-Ingenieur Yazan Aldehayyat erklärte am 20. Juli, dass eine globale Speicherkrise die Produktion zunehmend einschränke. Die Verfügbarkeit von Arbeitsspeicher und SSDs bleibe der Flaschenhals. Valve erwartet, dass diese Engpässe bis 2027 anhalten werden.
Die Steam Machine ist derzeit nur über ein Reservierungssystem erhältlich. Die 512-GB-Version kostet umgerechnet rund 960 Euro, das 2-TB-Modell etwa 1.235 Euro. Dass sich trotz dieser Preise und der angespannten Liefersituation eine lebendige Fan-Szene entwickelt, zeigt: Der Geist von Portal lebt – auch wenn Valve selbst keine offizielle Companion-Cube-Hülle anbietet.
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