Steam Machine startet 29. Juni: Valve mit 1.039 Euro gegen LDLC
27.06.2026 - 01:33:21 | boerse-global.de
Valves Steam Machine startet – doch die Konkurrenz schläft nicht.
Der Gaming-Hardware-Markt erlebt im Sommer 2026 einen regelrechten Schub. Während Valve seine lang erwartete Steam Machine auf den Markt bringt, reagieren Hersteller und Händler mit eigenen Angeboten. Gleichzeitig liefert AMD ein wichtiges Software-Update, das die Bildqualität verbessern soll – und korrigiert damit auch die Versprechen der Konkurrenz.
Valve vs. LDLC: Zwei Ansätze für kompaktes Gaming
Am 29. Juni ist es so weit: Valve veröffentlicht offiziell seine Steam Machine. Das Einstiegsmodell mit 512 Gigabyte Speicher kostet 1.039 Euro. Wer zur 2-Terabyte-Version inklusive Controller greift, zahlt bis zu 1.428 Euro.
Im Inneren steckt eine halb-eigene AMD-Architektur: ein 6-Kern-Zen-4-Prozessor gepaart mit RDNA-3-Grafik und 28 Compute Units. Dazu kommen 16 Gigabyte DDR5-RAM und ein erweiterbarer M.2-Slot. Branchenkenner sehen in der Hardware jedoch eher mobile Mittelklasse-Komponenten aus früheren Jahren – kein High-End, aber solide.
Nur vier Tage zuvor, am 25. Juni, zog der französische Händler LDLC mit der Stim Machine nach. Die Alternative setzt auf einen Ryzen 5 8400F und die brandneue Radeon RX 9060 XT mit 8 Gigabyte Speicher. Interne Benchmarks zeigen: Die RX 9060 XT liefert rund 33 Prozent mehr Leistung als der Grafikchip der Steam Machine.
Der Preis? Die Stim Machine gibt es als Bausatz ab 999,99 Euro, fertig montiert für 1.039,99 Euro. Ein Betriebssystem ist im Basispreis nicht enthalten – SteamOS und Windows lassen sich aber nachinstallieren. Ein klarer Vorteil für Bastler, ein kleiner Nachteil für Einsteiger.
AMD FSR 4.1: Schärferes Bild, realistischere Ansprüche
Am 25. Juni veröffentlichte AMD das Update FidelityFX Super Resolution (FSR) 4.1 über den Adrenalin-26.6.2-Treiber. Die Neuerung richtet sich an Besitzer von Radeon-RX-7000- und RX-6000-Grafikkarten.
Wer vor der Entscheidung zwischen Steam Machine und Stim Machine steht, sollte die Leistungsunterschiede genau kennen. Unser Report zeigt: Die RX 9060 XT in der Stim Machine liefert 33% mehr Leistung – und das zum gleichen Preis. Jetzt kostenlosen Vergleichs-Report anfordern
Der entscheidende Unterschied: FSR 4.1 wechselt von FP8- auf INT8-Verarbeitung. Entwickler versprechen sich davon eine Bildqualität, die an die aktuellen RX-9000-Modelle heranreicht. Zudem bringt das Update eine raygetraced Frame-Generation für RDNA-3-Hardware mit. Ältere RDNA-2-Karten profitieren dagegen nur in Spielen mit Raytracing – ohne diese Technik gibt es keine Leistungssteigerung.
Interessant ist die zeitliche Überschneidung mit Valves Marketing. Am 26. Juni – nur einen Tag nach dem FSR-Release – änderte Valve die Produktseite der Steam Machine. Statt „4K-Gaming bei 60 FPS" heißt es nun: „Unterstützt bis zu 4K mit FSR 4.1." Unabhängige Tests hatten gezeigt, dass das Gerät in anspruchsvollen Titeln selbst mit aktiviertem FSR oft unter 60 Bildern pro Sekunde bleibt. Die Korrektur wirkt wie eine späte, aber ehrliche Anpassung an die Realität.
Sicherheits-Update fĂĽr Ryzen 9000: Asus liefert als Erster
Für Selbstbauer mit den aktuellen AM5-Prozessoren gibt es gute Nachrichten. Asus veröffentlichte am 26. Juni ein Beta-BIOS-Update (AGESA 1.3.0.1b Patch A), das eine wichtige Sicherheitsfunktion wiederherstellt: die Transparent Secure Memory Encryption (TSME).
Diese Technik verschlüsselt Daten im Arbeitsspeicher und schützt vor sogenannten Cold-Boot-Angriffen. In früheren BIOS-Versionen war TSME für Nicht-PRO-Ryzen-9000-Prozessoren entfernt worden. AMD hatte am 20. Juni angekündigt, dass ein Fix bis Juli kommen würde – Asus ist nun der erste Hersteller, der die Funktion für ausgewählte X870-, B850- und X670-Mainboards reaktiviert.
GPU-Markt im Juni 2026: Was lohnt sich fĂĽr 1440p?
Wer aktuell einen PC für 1440p-Gaming zusammenstellt, hat die Qual der Wahl. Eine Marktanalyse vom 26. Juni zeigt: Die Radeon RX 7800 XT und die GeForce RTX 4070 Ti Super liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen – je nachdem, ob rohe FPS oder Raytracing-Features im Fokus stehen.
Sie bauen lieber selbst? Dann nutzen Sie unsere Checkliste für einen Gaming-PC, der die Steam Machine in 4K übertrifft – mit konkreten Komponenten-Tipps und FSR-4.1-Einrichtung. Bauanleitung jetzt sichern
Preisbewusste Spieler schielen auf die RTX 5060 Ti mit 16 Gigabyte – aktuell zwischen 430 und 600 Euro zu haben. In Kombination mit einem Ryzen 7 9700X oder Core i5-14400F stemmt diese Konfiguration hohe Bildraten in 1440p.
Und fĂĽr den Einstieg? Da macht die Intel Arc B570 mit 10 Gigabyte von sich reden. Sie unterstĂĽtzt moderne Upscaling-Techniken wie XeSS und FSR und gilt als erschwingliche Alternative fĂĽr alle, die nicht gleich tief in die Tasche greifen wollen.
