SteamOS-PC, Steamroller

SteamOS-PC Steamroller: MetaPCs startet Verkauf ab 1.200 Euro

30.06.2026 - 09:13:07 | boerse-global.de

MetaPCs bringt mit dem Steamroller den ersten Desktop-PC mit SteamOS. Parallel startet Valve den Verkauf der Steam Machine zu hohen Preisen.

MetaPCs Steamroller: Erster SteamOS-Desktop-PC im Handel
SteamOS-PC - Schlanker, moderner Gaming-PC mit leuchtenden Komponenten, verbunden mit Monitor mit SteamOS-Oberfläche. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Spiele-Hardware-Markt erlebt einen historischen Tag: Valve bringt seine Steam Machine offiziell in den Handel, und ein Dritthersteller liefert den ersten Desktop-PC mit SteamOS aus.

MetaPCs bringt „Steamroller" – den ersten SteamOS-Desktop

Der US-Hersteller MetaPCs hat mit dem „Steamroller" den ersten vorkonfigurierten Gaming-PC vorgestellt, der ab Werk mit Valves Betriebssystem SteamOS läuft. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Der Preis liegt bei umgerechnet rund 1.200 Euro. Die Auslieferung in den USA und Kanada startet am 3. Juli 2026.

Die Hardware liest sich wie ein klassischer Mittelklasse-Gaming-PC: Ein AMD Ryzen 5 9600X (sechs Kerne, 3,9 bis 5,4 GHz) gepaart mit einer AMD Radeon RX 7600 (8 GB GDDR6) sorgen für die Grafikleistung. Dazu kommen 16 GB DDR5-RAM und eine 1 TB große NVMe-SSD. Das Ganze wird von einer 240-mm-Wasserkühlung und einem 650-Watt-Netzteil versorgt.

MetaPCs verspricht lebenslangen Support für das System. Gegen Aufpreis (180 Euro für zwei Jahre, 240 Euro für drei Jahre) gibt es erweiterte Garantien. Branchenbeobachter sehen den Steamroller leistungstechnisch über den Angeboten von Valve selbst positioniert.

Valves Steam Machine: Reservierungssystem und hohe Preise

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Parallel dazu hat Valve den kommerziellen Verkauf seiner Steam Machine gestartet – nachdem am Vortag ein Reservierungssystem per Losverfahren angelaufen war. Die Konsole ist in mehreren Ausstattungsvarianten erhältlich:

  • 512-GB-Modell: 1.049 Euro
  • 2-TB-Modell inklusive Controller: rund 1.428 Euro

Die Leistung der Steam Machine ist mit einer RTX 3060 vergleichbar – genug für flüssiges 1080p-Gaming bei 60 Bildern pro Sekunde. Valve räumt ein, dass der Einstiegspreis hoch ist. Grund seien explodierende Komponentenkosten: Die Preise für DRAM-Speicher seien im Jahresvergleich um 170 Prozent gestiegen – angetrieben durch die enorme Nachfrage nach KI-Hardware.

Die Nachfrage ist dennoch immens: Auf dem Zweitmarkt werden einzelne Einheiten bereits für umgerechnet über 2.500 Euro gehandelt.

SteamOS 3: Kompatibilität und Ausblick

Beide Systeme laufen mit SteamOS 3, das zuletzt deutlich erweitert wurde. Aktuell ist das Betriebssystem für AMD- und Intel-Hardware optimiert. Die Unterstützung für Nvidia-Grafikkarten befinde sich in der Entwicklung, so Valve.

Die wichtigsten Fakten zur Software:

  • Rund 90 Prozent der Steam-Bibliothek sind über die Proton-Kompatibilitätsschicht spielbar.
  • Spiele mit Kernel-Level-Anti-Cheat laufen weiterhin nicht.
  • Aktuelle Systeme nutzen SteamOS Version 3.8.
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Die Expansion von SteamOS auf Dritthersteller ist Teil von Valves Strategie, eine echte Windows-Alternative für Gamer zu etablieren. MetaPCs betont, dass ihr System eine konsolenähnliche Erfahrung biete – direkter Boot in die Steam-Oberfläche, aber mit der Leistung eines Desktop-PCs.

Ob sich SteamOS am Markt durchsetzt, dürfte auch für deutsche Spieler spannend werden. Bislang dominieren Windows-PCs das heimische Wohnzimmer – doch mit bezahlbaren, fertig konfigurierten Systemen könnte Valve endlich den Durchbruch schaffen.

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