Sterbegeldversicherung: Nur ein Produkt erhÀlt Bestnote
10.06.2026 - 10:02:57 | boerse-global.de
Bestattungen kosten in Deutschland im Schnitt 6.000 Euro â mit Grabstein und Pflege können es bis zu 10.000 Euro werden. Aktuelle Analysen zeigen: Die QualitĂ€t von Sterbegeldversicherungen variiert enorm.
Schweiz: Noch teurer, aber nicht ĂŒberall
In der Schweiz liegen die Kosten zwischen 4.500 und 10.500 CHF. Angehörige mĂŒssen meist selbst zahlen. Nur bei BedĂŒrftigkeit oder fehlenden Verwandten springt die Gemeinde ein â und ĂŒbernimmt dann lediglich das Minimum: einen einfachen Sarg und ein Reihengrab.
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Ein Sonderfall ist Genf. Die Stadt garantiert eine Basisversorgung. FĂŒr den Nachlass braucht es zwingend eine Erbbescheinigung. Das Verfahren bei Notaren oder kantonalen Behörden dauert vier bis acht Wochen.
Sterbegeldversicherung: Nur ein Top-Produkt
Viele setzen auf Sterbegeldversicherungen. Doch das Rating der Agentur Franke & Bornberg aus Juni 2026 zeigt ein dĂŒsteres Bild.
Nur der âBestattungsSchutzbriefâ der Allianz erhielt die Bestnote âsehr gutâ (FFF). Die Tarife âSterbevorsorge Premiumâ der Ergo und âSterbeGeldâ der Ideal schnitten mit âgutâ (FF) ab.
Der Rest fĂ€llt durch: 14 Produkte waren âausreichendâ, 20 âmangelhaftâ, drei sogar âungenĂŒgendâ. Wer abschlieĂt, sollte genau hinschauen.
Ein wichtiges Detail: Nach einem Urteil des Sozialgerichts GieĂen (Az. S 18 SO 65/16) dĂŒrfen SozialĂ€mter nicht auf zweckgebundene Sterbegeldversicherungen zugreifen. Sie zĂ€hlen zum Schonvermögen.
Kommunen reagieren auf Nachfrage
Weil Urnenbestattungen boomen, baut Bonn in Dransdorf ein neues Kolumbarium. In Plittersdorf sind seit Monaten keine Nischen mehr frei. Eine Urnennische fĂŒr vier Urnen kostet 83 Euro pro Jahr â bei 15 Jahren Ruhezeit sind das 1.245 Euro.
Wer die Bestattungskosten nicht stemmen kann, ist nicht allein. Die Stadt Kaiserslautern verweist auf § 74 SGB XII: Das Sozialamt ĂŒbernimmt die Kosten, wenn die Zahlung nicht zumutbar ist. Voraussetzung ist eine BedarfsprĂŒfung.
Digitale Vorsorge wird wichtiger
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BestattungshĂ€user und Versicherer bieten zunehmend Komplettpakete an. Die Kooperation zwischen Bestattung Wimmer und dem Wiener Verein Vorsorgemodelle richtet sich an 18- bis 80-JĂ€hrige. Der Vertrag umfasst einen ĂberfĂŒhrungsschutz bis 15.000 Euro und mindestens zehn Jahre Grabpflege.
Ein wachsender Punkt: die Regelung des digitalen Nachlasses. Wer regelt den Zugriff auf Online-Konten nach dem Tod?
Studien aus dem FrĂŒhjahr 2026 zeigen: Nur etwa die HĂ€lfte der 45- bis 90-JĂ€hrigen hat eine PatientenverfĂŒgung oder Vorsorgevollmacht. Dabei sind genau diese Dokumente der SchlĂŒssel zur finanziellen und rechtlichen Sicherheit.
