Steuererleichterung, Dollar

Steuererleichterung: 1099-K-Grenze steigt auf 20.000 Dollar

03.07.2026 - 03:02:53 | boerse-global.de

Der One Big Beautiful Bill Act hebt die Meldegrenze für Zahlungsdienstleister wieder auf 20.000 Dollar an, was die Anzahl der Formulare deutlich reduziert.

US-Kongress erhöht 1099-K-Meldeschwelle auf 20.000 Dollar
Steuererleichterung - Hände halten ein Tablet mit Finanzgrafik und digitalen Overlays, die Steueränderungen darstellen. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mit dem „One Big Beautiful Bill Act“ steigt die Grenze für die Ausstellung des Formulars 1099-K wieder auf 20.000 Dollar und 200 Transaktionen pro Steuerjahr. Das Gesetz wurde am 4. Juli 2025 unterzeichnet und gilt rückwirkend für das Steuerjahr 2026.

Die Kehrtwende kommt nicht überraschend. Ursprünglich hatte die US-Regierung die Schwelle auf 600 Dollar senken wollen – ein Plan aus dem „American Rescue Plan Act“ von 2021, der eine Steuerlücke von über 600 Milliarden Dollar jährlich schließen sollte. Die Rückkehr zur höheren Grenze dürfte die Anzahl der ausgestellten Formulare im Vergleich zu einer 5.000-Dollar-Schwelle um rund 30 Prozent reduzieren.

Was bedeutet das für Plattformen und Verkäufer?

Zahlungsdienstleister wie PayPal, Venmo, Etsy und CashApp müssen das Formular 1099-K künftig nur noch ausstellen, wenn ein Nutzer beide Bedingungen erfüllt: mindestens 20.000 Dollar Umsatz aus Waren- und Dienstleistungstransaktionen und mehr als 200 einzelne Transaktionen im Steuerjahr 2026.

Doch Vorsicht: Die IRS hat klargestellt, dass alle Einkünfte aus Geschäftstätigkeit steuerpflichtig bleiben – unabhängig davon, ob ein Formular ausgestellt wird oder nicht. Nutzer sollten private Transaktionen wie Geschenke oder Rückzahlungen innerhalb der Apps deutlich kennzeichnen, um Fehlmeldungen zu vermeiden.

Die Erfahrung zeigt: Schon kleinere Unstimmigkeiten in der Berichterstattung haben in der Vergangenheit Tausende Kleinunternehmer in die Mühlen der Steuerbehörde getrieben. Besonders problematisch waren die Einbeziehung von Umsatzsteuern in den gemeldeten Beträgen oder Abweichungen zwischen Geschäfts- und Kalenderjahr.

Neue Regeln für Freiberufler und Selbstständige

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Auch für unabhängige Auftragnehmer und Freiberufler ändert sich einiges. Für Zahlungen ab dem 1. Januar 2026 steigt die Meldeschwelle für das Formular 1099-NEC von 600 auf 2.000 Dollar. Ab 2027 wird dieser Betrag zudem an die Inflation gekoppelt.

Die Selbstständigkeitssteuer bleibt bei 15,3 Prozent auf Nettoeinkünfte über 400 Dollar. Die Bemessungsgrundlage liegt aktuell bei 184.500 Dollar. Freiberufler müssen weiterhin vierteljährliche Steuervorauszahlungen leisten – die nächsten Termine für 2026 sind der 15. September 2026 und der 15. Januar 2027.

Um Strafen zu vermeiden, müssen Steuerzahler in der Regel 90 Prozent ihrer aktuellen Steuerschuld oder 100 Prozent des Vorjahresbetrags zahlen. Bei einem bereinigten Bruttoeinkommen über 150.000 Dollar steigt diese Hürde auf 110 Prozent.

Zusätzliche Entlastungen für Senioren und Beschäftigte mit Trinkgeld

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Das Gesetz bringt weitere bedeutende Steuererleichterungen. Für die Steuerjahre 2025 bis 2028 können Personen ab 65 Jahren einen neuen Abzug von 6.000 Dollar geltend machen – vorausgesetzt, ihr modifiziertes bereinigtes Bruttoeinkommen (MAGI) liegt unter 75.000 Dollar für Einzelpersonen beziehungsweise 150.000 Dollar für gemeinsam Veranlagte. Ehepaare, die die Kriterien erfüllen, können insgesamt 12.000 Dollar abziehen. Dieser Abzug kann zusätzlich zum Standard- oder Einzelabzug geltend gemacht werden, entfällt jedoch oberhalb der Einkommensgrenzen.

Für Beschäftigte mit Trinkgeldeinkünften gibt es eine weitere Neuerung: Sie können für das Steuerjahr 2025 bis zu 25.000 Dollar Trinkgeld von der Bundeseinkommensteuer abziehen. Wichtig: Dieser Abzug gilt nur für die Einkommensteuer – Sozialversicherungs- und Medicare-Beiträge bleiben auf den vollen Trinkgeldbetrag fällig. Die Vergünstigung entfällt für Einzelpersonen ab einem MAGI von 150.000 Dollar und für gemeinsam Veranlagte ab 300.000 Dollar. Betroffene müssen den Abzug mit dem Formular Schedule 1-A geltend machen.

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