Stille, Entzündungen

Stille Entzündungen: Wie Ernährung Herz, Diabetes und Rheuma schützt

12.06.2026 - 17:11:16 | boerse-global.de

Chronische Entzündungen gelten als Auslöser vieler Volkskrankheiten. Gezielte Ernährung mit Antioxidantien und Omega-3 soll das Risiko senken.

Antientzündliche Ernährung: Diese Lebensmittel helfen bei Rheuma
Stille - Eine Nahaufnahme einer bunten Auswahl an antientzündlichen Lebensmitteln wie Beeren, Brokkoli, Fisch, Leinsamen und Gewürzen. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Experten setzen jetzt auf gezielte Ernährung als Gegenmittel.

Die Wissenschaft ist sich einig: Chronische Entzündungen begünstigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Rheuma. Eine antientzündliche Ernährung soll das Risiko senken – und zwar messbar.

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Was auf den Teller gehört

Im Mittelpunkt stehen Lebensmittel mit hohem Antioxidantiengehalt. Beeren, Brokkoli, Omega-3-Quellen wie Fisch und Leinsamen bilden die Basis. Auch Kurkuma, Ingwer, Nüsse und Samen gelten als entzündungshemmend.

Die Kehrseite: Zucker und stark verarbeitete Produkte sollten vom Speiseplan verschwinden. Eine aktuelle Beobachtungsstudie legt nahe, dass Konservierungsstoffe wie Ascorbinsäure oder Zitronensäure mit erhöhtem Blutdruck zusammenhängen. Zwar fehlt der direkte Kausalbeleg – Fachleute raten dennoch zu möglichst naturbelassenen Lebensmitteln.

Hilfe bei Rheuma, Wechseljahren und grauem Star

Die praktische Umsetzung kommt bei Betroffenen an. Für Menschen mit Rheuma und chronischen Entzündungen wurde im Juni eine Rezeptsammlung mit über 100 Gerichten veröffentlicht. Sie setzt auf entzündungshemmende Gewürze und Antioxidantien.

Auch hormonelle Umstellungen lassen sich beeinflussen:

  • Wechseljahre: Mediterrane Kost mit Omega-3-Fettsäuren und Phytoöstrogenen aus Soja oder Leinsamen kann Beschwerden lindern. Empfohlen werden zudem 1.200 bis 1.500 mg Kalzium täglich.
  • Konzentrationsschwäche: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu ausreichend B12 (4,0 µg) sowie EPA und DHA (250 mg) .
  • Augengesundheit: Aktuelle Fachartikel zeigen den Einfluss des Lebensstils auf die altersbedingte Makuladegeneration.

Wassermelone ja, Kefir vielleicht

Nicht jedes Superfood hält, was es verspricht. Die Wassermelone punktet mit Lycopin und Vitamin C – und der Inhaltsstoff Citrullin hilft sogar bei Muskelkater.

Anders sieht es bei Kefir aus: Das fermentierte Milchgetränk liefert zwar B2, B12, K2 und Kalzium und fördert die Darmflora. Eine direkte entzündungshemmende Wirkung oder Immunstärkung ist für den Menschen aber noch nicht ausreichend belegt.

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Hilfe für den Alltag

Die Theorie in die Praxis zu bringen, fällt vielen schwer. Die Volkshochschule Hamburg veranstaltete am heutigen Freitag einen Kochkurs zur antientzündlichen Ernährung – mit Fokus auf zuckerfreie Alternativen.

Für alle, die nicht kochen können oder wollen: Die DAK-Gesundheit bietet am 16. Juni eine Telefon-Hotline an. Experten beraten Versicherte aller Kassen, wie Ernährung vor chronischen Erkrankungen schützt.

Die gute Nachricht: Eine vollständige Ernährungsumstellung muss nicht zeitaufwendig sein. Digitale Informationsangebote zeigen, dass schon kleine Änderungen große Wirkung entfalten können.

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