Stoffwechsel-Sensorpflaster, Schweißanalyse

Stoffwechsel-Sensorpflaster: Schweißanalyse überwacht Werte ohne Blutabnahme

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 22:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Schweiß analysierende Pflaster misst Stoffwechselwerte ohne Blutentnahme; bis zum Einsatz als marktfähiges Produkt ist weitere Entwicklung nötig.
Nahaufnahme eines Labortischs mit wissenschaftlichen Geräten und mikroskopischen Strukturen in einer Forschungsumgebung. Illustration mit AI erstellt.

An der Universität Duisburg-Essen arbeiten Forschende an einer neuen Methode zur kontinuierlichen Überwachung der Stoffwechselgesundheit ohne Blutentnahme.

Im Rahmen des Projekts VitaMetis entwickeln die beiden Masterstudenten Abdulmohaimen Algamoudi, 27 Jahre alt, und Abdullah Osman Gwela, 28 Jahre alt, seit über einem Jahr ein tragbares Sensorpflaster. Betreut wird die wissenschaftliche Arbeit an der Universität Duisburg-Essen von Prof. Dr. Karsten Seidl.

Optische Analyse von Schweiß über Nanoröhren

Das neuartige Pflaster wird direkt auf der Haut getragen und erfasst dort fortlaufend Stoffwechselwerte. Die Messung erfolgt über die Analyse von Schweiß, in dem unter anderem Harnstoff, Vitamine und Hormone erfasst werden können. Technologische Grundlage des Systems ist eine Carbon-Nanotube-Technologie, mit der die biochemischen Werte optisch bestimmt werden.

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Diese Technologie auf Basis von Kohlenstoff-Nanoröhren wurde am Duisburger Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (Fraunhofer IMS) zur Anwendungsreife gebracht und bildet nun die Basis für den Prototyp der Nachwuchswissenschaftler. Für die Erfassung der Messwerte ist keine invasive Blutabnahme erforderlich: Die registrierten Daten des Sensorpflasters lassen sich kontaktlos über einen Handscanner auslesen.

Demonstrator auf der Branchenmesse und Wettbewerbsteilnahme

Das Entwicklungsprojekt hat bereits fachliche Aufmerksamkeit erzielt und sich für den bundesweiten COSIMA-Wettbewerb des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) qualifiziert. Im Zuge der weiteren Präsentation stellen die Entwickler der Universität Duisburg-Essen einen funktionsfähigen Demonstrator ihres Systems am 12. und 13. November auf der Elektronikmesse electronica in München vor.

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Trotz der erfolgreichen Erprobung im Demonstrator-Stadium befindet sich die Technologie noch im akademischen Entwicklungsbereich. Bis zu einem marktfähigen Produkt für den klinischen oder alltäglichen Einsatz ist nach Angaben des Projekts noch ein weiter Entwicklungsweg zu bewältigen.

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