Stromkosten, Smarte

Stromkosten: Smarte Steckdosen sparen bis zu 250 Euro jährlich

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 13:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Standby-Verluste kosten deutsche Haushalte jährlich rund 120 Euro. Smarte Zwischenstecker mit Messfunktion helfen, versteckte Verbraucher zu identifizieren und den Stromfluss gezielt zu unterbrechen.

Smarte Steckdosen: So senken Sie die Stromkosten im Haushalt deutlich
Eine smarte Steckdose in einer Wandsteckdose in einem modern eingerichteten Wohnzimmer zur Messung des Stromverbrauchs. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Energieverbrauch in privaten Haushalten rückt angesichts ökologischer Ziele und ökonomischer Erwägungen verstärkt in den Fokus. Aktuelle Auswertungen und Anleitungen zeigen detailliert auf, wie durch den Einsatz smarter Steckdosen mit integrierter Verbrauchsmessung die sogenannten Bereitschaftsverluste gezielt minimiert werden können. Diese technologischen Hilfsmittel ermöglichen es, den Stromfluss im Standby-Modus zu überwachen und bei Bedarf vollständig zu unterbrechen.

Kostenfalle Standby-Modus in deutschen Haushalten

In Deutschland verursachen Geräte im Standby-Betrieb eine erhebliche finanzielle Belastung. Statistiken zeigen, dass die Summe der Bereitschaftsverluste in einem durchschnittlichen Haushalt jährlich bei etwa 400 kWh liegt, was Kosten von zirka 120 Euro entspricht. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) verdeutlicht die Relevanz dieses Bereichs: Rund 28 % des gesamten Stromverbrauchs deutscher Haushalte entfallen auf Fernseher, Computer und Spielkonsolen.

Dabei machen die Bereitschaftsverluste vieler Geräte bis zu 15 % der Stromkosten aus. Durch ein konsequentes Abschalten ließen sich laut Branchenexperten Einsparungen von bis zu 250 Euro pro Jahr realisieren. Neben der finanziellen Ersparnis hat dies direkte Auswirkungen auf die Klimabilanz, da jede eingesparte Kilowattstunde den Ausstoß von etwa 380 g CO2 vermeidet.

Analyse des Einzelverbrauchs gängiger Haushaltsgeräte

Die Identifikation besonders verbrauchsintensiver Geräte gilt als Voraussetzung für eine effektive Optimierung. Einzelne Komponenten der Unterhaltungselektronik weisen im Standby-Betrieb oft unterschätzte Werte auf:

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  • Spielkonsolen: Eine PlayStation 5 verbraucht im Bereitschaftsmodus etwa 4,2 Watt. Auf das Jahr gerechnet ergibt dies 35,85 kWh, was bei einem angenommenen Strompreis von 40 Cent pro kWh Kosten in Höhe von 14,34 Euro verursacht.
  • Fernsehgeräte und Zubehör: Fernseher können im Standby bis zu 110 kWh pro Jahr (zirka 44 Euro) verbrauchen. Receiver liegen bei etwa 73 kWh jährlich.
  • Küchengeräte: Kaffeemaschinen schlagen im Standby mit zirka 90 kWh pro Jahr zu Buche.
  • Netzwerktechnik: Router, Monitore und Streaming-Boxen verursachen laut BDEW-Angaben jährlich zusätzliche Belastungen zwischen 100 und 150 kWh.

Einsatz smarter Zwischenstecker zur Verbrauchssteuerung

Um diese Verluste zu kontrollieren, bieten sich smarte Steckdosen an, die zwischen das Endgerät und die Wandsteckdose geschaltet werden. Ein Beispiel für eine solche Lösung ist das Modell Tapo P110 von TP-Link. Diese Zwischenstecker sind aktuell in einem 4er-Set für 29,66 Euro erhältlich und verfügen über eine integrierte Messfunktion.

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Gerade ältere Geräte und Unterhaltungselektronik verbrauchen im Standby oft mehr Strom als gedacht. Mit der richtigen Messtechnik werden diese Kostenfaktoren sichtbar – und Sie behalten die Kontrolle über Ihren Verbrauch. Dieser Leitfaden liefert Ihnen die wichtigsten Empfehlungen für smarte Steckdosen und eine einfache Anleitung zur sofortigen Umsetzung. Leitfaden jetzt sichern

Technisch setzen diese Geräte für die Steuerung und Datenübertragung in der Regel ein 2,4-GHz-WLAN voraus. Sie sind mit gängigen Smart-Home-Systemen wie Alexa und Google Home kompatibel, was eine automatisierte Abschaltung über Zeitpläne oder Sprachbefehle ermöglicht. Durch die Echtzeit-Überwachung des Energieverbrauchs in der zugehörigen Anwendung können Nutzer gezielt jene Geräte identifizieren, die im ausgeschalteten Zustand unverhältnismäßig viel Strom beziehen.

Die Kombination aus Transparenz durch Messdaten und der technischen Möglichkeit zur vollständigen Trennung vom Netz bildet die Grundlage für eine moderne, effiziente Haushaltsführung. Experten empfehlen, insbesondere bei älteren Geräten oder komplexen Unterhaltungssystemen solche Messungen durchzuführen, um versteckte Kostenfaktoren zu eliminieren.

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