Studierende-Depression, Symptomen

Studierende-Depression: 21 Prozent leiden unter psychischen Symptomen

27.06.2026 - 08:32:00 | boerse-global.de

Hochschulen reagieren auf hohe Depressionsrate bei Studenten mit neuen Beratungs- und PrÀventionsangeboten.

Studierende in Deutschland: 21 Prozent mit depressiven Symptomen
Studierende-Depression - Eine Gruppe von Studierenden sitzt in einem modernen Bibliotheks- oder UniversitĂ€tsbereich, manche wirken nachdenklich oder gestresst. 27.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das entspricht etwa 606.000 Betroffenen bei insgesamt 2,87 Millionen Studenten. Die Zahlen aus dem Wintersemester 2024/25 haben an Hochschulen und Studierendenwerken eine Welle an Hilfsangeboten ausgelöst.

Beratungsangebote werden ausgebaut

Die Hochschulen reagieren mit einem breiten Spektrum an UnterstĂŒtzung. Die Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt unterhĂ€lt eine psychotherapeutische Beratungsstelle mit EinzelgesprĂ€chen, Workshops und VortrĂ€gen. Die HAW Hamburg bietet kurzfristige Hilfe mit bis zu fĂŒnf Terminen und unterstĂŒtzt bei der Suche nach TherapieplĂ€tzen.

Flexible Formate sollen die Erreichbarkeit erhöhen. Die TH Köln fĂŒhrte Ende Juni einen Abend der Studienberatung durch und bietet regelmĂ€ĂŸig Video-Sprechstunden an. Zudem kooperieren die Hochschulen mit externen Krisendiensten wie der Telefonseelsorge und speziellen studentischen Notfallnummern.

PrÀvention statt nur Krisenintervention

Die UniversitĂ€ten setzen zunehmend auf Vorbeugung. In Dortmund planen TU, FH und Studierendenwerk fĂŒr die erste Juli-Woche eine Aktionswoche. Themen: Burnout-Prophylaxe, Umgang mit Leistungsdruck und Konfliktlösung.

Auch die Digitalisierung steht im Fokus. Ein Online-Vortrag der UniversitĂ€t Potsdam beschĂ€ftigt sich Ende Juni mit dem Übergang von Mediennutzung zur Mediensucht. Prof. Dr. Julia Brailovskaia von der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum erklĂ€rt die Auswirkungen sozialer Medien auf die Psyche.

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Rechtliche Hilfen und digitale UnterstĂŒtzung

Betroffene können auf verschiedene rechtliche Instrumente zurĂŒckgreifen: Nachteilsausgleich bei PrĂŒfungen, Urlaubssemester oder VerlĂ€ngerung der BAföG-Bezugsdauer.

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) wie „deprexis“ schließen eine weitere LĂŒcke. Ärzte können sie auf Rezept verschreiben – als ÜberbrĂŒckung bis zu einem Therapieplatz oder begleitend zur Behandlung.

Forschung und Vernetzung

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Das Deutsche Zentrum fĂŒr Psychische Gesundheit (DZPG) baut die Forschung an den Standorten Halle, Jena und Magdeburg aus. Schwerpunkte: Stressfaktoren, soziale Interaktionen und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen.

Die „MUT-Tour“ fĂŒr psychische Gesundheit macht Ende Juni Station in Mainz. Ziel: Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen. FĂŒr Ausbildungsverantwortliche gab es im Juni einen Workshop zu GesprĂ€chsfĂŒhrung und PrĂ€vention bei psychischen Belastungen von Azubis.

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