SturzprÀvention, Sensoren

SturzprÀvention: Sensoren ohne Kamera erkennen gefÀhrliche Bewegungen

30.06.2026 - 12:04:03 | boerse-global.de

Kamerafreie Sensoren in der Raphaelsklinik MĂŒnster alarmieren PflegekrĂ€fte bei Sturzrisiko und sollen so die Patientensicherheit erhöhen.

Raphaelsklinik MĂŒnster testet Sensor-System zur SturzprĂ€vention
SturzprĂ€vention - Ein intelligentes Armband mit digitalen Anzeigen am Handgelenk einer Ă€lteren Person, im Hintergrund ein Pflegebereich. 30.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Auf zwei geriatrischen Stationen erfassen Sensoren seit Ende Juni die Bewegungen gefĂ€hrdeter Patienten – ohne Kameras, aber mit sofortigem Alarm auf die mobilen GerĂ€te des Pflegepersonals.

Das System des Anbieters Nemlia verzichtet bewusst auf VideoĂŒberwachung. Stattdessen analysiert es Bewegungsmuster und schlĂ€gt bei riskanten Aktionen Alarm. „Wir speichern keine personenbezogenen Daten“, betont die Klinik. Das soll die Akzeptanz bei Patienten und Personal erhöhen.

Die Alexianer Gruppe, zu der die Klinik gehört, setzt damit auf Entlastung in der Pflege. Die Technologie zielt darauf ab, Reaktionszeiten bei StĂŒrzen zu verkĂŒrzen oder gefĂ€hrliche Bewegungen frĂŒhzeitig zu erkennen.

Römisches Großprojekt mit 400 Millionen Euro

Noch einen Schritt weiter geht ein kommunales Programm in Rom. Rund 700 Ă€ltere BĂŒrger erhalten dort intelligente ArmbĂ€nder, die Herzfrequenz und Schlaf ĂŒberwachen. Die GerĂ€te erkennen StĂŒrze und lösen automatisch einen Notruf aus.

Doch das Projekt zeigt auch die HĂŒrden. Von 70 Teilnehmern einer Pilotphase zogen sich 25 wegen Datenschutzbedenken zurĂŒck. Um die soziale Isolation zu verringern, telefonieren Sozialarbeiter tĂ€glich mit den Senioren. Die ArmbĂ€nder haben bereits zwei medizinische NotfĂ€lle entschĂ€rft.

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Die Raphaelsklinik MĂŒnster testet erfolgreich Sensoren ohne Kamera zur SturzprĂ€vention. Wie Sie solche Systeme in Ihrer Einrichtung einfĂŒhren, zeigt dieser Leitfaden – mit Checkliste und Übungen. Jetzt Leitfaden anfordern

Was die Forschung rÀt

Eine australische Studie mit 107 Teilnehmern liefert die wissenschaftliche Grundlage fĂŒr solche Maßnahmen. Die Forscher fanden heraus: Ältere Menschen versteifen zunehmend das Sprunggelenk – das verbessert kurzfristig die Balance, verringert aber die Geheffizienz.

Die Folge: schnellere ErmĂŒdung und langsamere Schritte. Das erhöht das Sturzrisiko. Fachleute empfehlen daher neben technischer Hilfe weiterhin Krafttraining und GleichgewichtsĂŒbungen.

Digitalisierung als Antwort auf Personalmangel

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Die SturzprĂ€vention ist Teil einer grĂ¶ĂŸeren Digitalisierungswelle im Gesundheitswesen. Ab Juli 2026 soll assistierte Telemedizin in Apotheken die Ă€rztliche Konsultation fĂŒr weniger mobile Patienten erleichtern. Gleichzeitig investieren Konzerne wie Microsoft massiv in Cloud- und KI-Infrastruktur in Europa.

Der Hauptstadtkongress 2026 in Berlin machte den wirtschaftlichen Druck deutlich: Angesichts prognostizierter Defizite in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt die Digitalisierung als notwendiger Schritt. Sie soll die pflegerische Versorgung trotz Personalmangels und steigender Patientenzahlen sichern.

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