Südkorea, Handy-Freischaltung

Südkorea ab 6. Juli: Handy-Freischaltung per Gesichtsscan startet

Veröffentlicht am: 30.06.2026 um 11:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Südkorea startet im Juli 2026 mit freiwilligem Gesichtsscan für Mobiltelefone, um Sicherheit zu erhöhen und illegale Anschlüsse zu bekämpfen.

Südkorea führt Gesichtsscan zur Handy-Freischaltung ab Juli ein
Nahaufnahme eines Smartphones, das einen Gesichtsscan anzeigt, mit einer verschwommenen Person im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ab dem 6. Juli 2026 können Südkoreaner ihr Mobiltelefon per Gesichtsscan aktivieren. Das Ministerium für Wissenschaft und IKT will damit die Sicherheit erhöhen und illegale Mobilfunkanschlüsse erschweren.

Freiwillig und datenschutzfreundlich

Die neue Methode ist nicht verpflichtend. Kunden können weiterhin auf mobile Identitätsnachweise oder Aufenthaltsbescheinigungen setzen. Auch nach einer geplanten Gesetzesänderung im Herbst bleiben diese Alternativen bestehen.

Das Ministerium verspricht strikten Datenschutz: Biometrische Merkmale werden nicht dauerhaft gespeichert. Die Daten werden während der Übertragung verschlüsselt und nach der Verifizierung sofort gelöscht. In der ersten Phase sind bis zu drei Authentifizierungsprüfungen möglich.

Stufenweise Einführung

Die Regierung setzt auf einen mehrstufigen Zeitplan:

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  • Juli: Start der Gesichtserkennung
  • August: Prüfung von Multi-Authentifizierungssystemen
  • September: Integration der automatischen Verifizierung von Meldebescheinigungen
  • Oktober: Änderung der Durchführungsverordnung zum Telekommunikationsgesetz

Die Branchenverbände Korea Telecommunications Operators Association und National Mobile Telecommunications Distribution Association unterstützen die Pläne. Die Maßnahme ist Teil einer breiteren Digitalisierungsstrategie. Erst kürzlich führte Südkorea an Flughäfen ein biometrisches System für die Passkontrolle ein.

Milliardenschwere Tech-Offensive

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Die neue Sicherheitsfunktion kommt nicht zufällig. Ende Juni kündigte die südkoreanische Führung ein massives Investitionsprogramm an. Es zielt auf Halbleiter, Künstliche Intelligenz und Rechenzentren ab.

Geplant ist der Ausbau der Speicherchip-Produktion in den nächsten fünf Jahren. Neue Chip-Produktionszentren in Gwangju und Süd-Jeolla entstehen – mit Beteiligung von Samsung und SK Hynix. Ziel: Südkorea als zentralen Player in der globalen KI-Infrastruktur positionieren.

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