Südkoreas Broker: 113 IT-Ausfälle kosten Kunden fast 7 Milliarden Won
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 22:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei den führenden Wertpapierfirmen in Südkorea haben technische Pannen in den vergangenen Jahren zu erheblichen finanziellen Belastungen geführt. Zehn Broker mit einem Eigenkapital von mindestens 3 Bio. Won verzeichneten von Januar 2024 bis August 2026 insgesamt 113 IT-Ausfälle. Dabei waren 19.055 Kunden von den Störungen betroffen.
Der entstandene Gesamtschaden belief sich auf 7,32923 Mrd. Won, während die geleisteten Entschädigungen eine Summe von 6,98941 Mrd. Won erreichten. Dies belegen Daten der südkoreanischen Finanzaufsicht, die dem Abgeordneten Park Jun-tae vorgelegt wurden.
Hohe Entschädigungssummen bei einzelnen Instituten
Die finanzielle Last der Ausfälle verteilte sich sehr unterschiedlich auf die Marktteilnehmer. Kiwoom zahlte im Zeitraum von Januar 2024 bis August 2026 für 13 Vorfälle Entschädigungen in Höhe von 3,80216 Mrd. Won und verzeichnete damit die höchste Summe unter den Instituten. Bei Korea Investment beliefen sich die Zahlungen im gleichen Zeitraum auf 1,20452 Mrd. Won.
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Auch andere Wertpapierhäuser mussten für technische Probleme aufkommen. Samsung zahlte von Januar 2024 bis August 2026 insgesamt 839,87 Mio. Won an Entschädigungsleistungen, während bei Meritz im selben Zeitraum 593,77 Mio. Won anfielen. Daishin leistete im genannten Zeitraum Zahlungen von 243,73 Mio. Won, und Mirae Asset zahlte 167,77 Mio. Won.
Programmfehler als Hauptursache der Vorfälle
Die Ursachen der 113 IT-Ausfälle lagen vor allem in internen Softwareproblemen. Programmfehler verursachten 58 Vorfälle, was einem Anteil von 51,3 % entspricht. Externe Faktoren machten 31,9 % der Fälle aus, während Systemausfälle für 15,9 % verantwortlich waren. Auf menschliches Versagen entfielen 0,9 % der erfassten Ereignisse.
Anhaltende Störungen im laufenden Jahr
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Auch im Jahr 2026 setzten sich die Schwierigkeiten fort. Südkoreanische Großbroker verzeichneten von Januar bis August 2026 insgesamt 32 Ausfälle und 1,83 Mrd. Won Entschädigungen.
Den größten Anteil daran trug Korea Investment: Das Institut zahlte für 4 Vorfälle 1,18208 Mrd. Won, was 64,3 % der 1,83843 Mrd. Won Gesamtentschädigung der großen Firmen entspricht. Kiwoom zahlte von Januar bis August 2026 für 6 Vorfälle 404,51 Mio. Won.
Bereits im März 2026 hatte bei Korea Investment ein hohes Handelsvolumen zu Störungen der Kontostandsabfrage im Mobile-Trading-System (MTS) geführt. Die südkoreanische Finanzaufsicht bestellte daraufhin im März 2026 IT-Verantwortliche ein, um die Systemstabilität und die Vorfälle zu untersuchen.
