Sunbird kehrt zurück: iMessage für Android mit AES-256-Verschlüsselung
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 17:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Messaging-App Sunbird ist wieder im Google Play Store verfügbar. Nach einem Sicherheitsdesaster im Jahr 2023 wagt der Anbieter einen Neustart – inklusive „blauer Blasen“ für Android-Nutzer.
Neustart nach Sicherheitsdebakel
Der ursprüngliche Start endete im Chaos: Rund 630.000 Mediendateien waren ungeschützt, Apple-ID-Zugangsdaten wurden unverschlüsselt übertragen. Sunbird wurde damals vom Markt genommen. Jetzt verspricht der Anbieter eine grundlegend überarbeitete Architektur mit AES-256-Verschlüsselung – sowohl auf dem Gerät als auch während der Übertragung.
Nutzer müssen weiterhin ihre Apple-ID hinterlegen. Das Unternehmen versichert jedoch, Passwörter nach der Ersteinrichtung lokal zu löschen und nicht zentral zu speichern. Auch Mediendateien sollen nach 48 bis 72 Stunden automatisch von den Servern verschwinden.
Doch Skepsis bleibt: Ein öffentlich zugänglicher Prüfbericht einer unabhängigen Sicherheitsinstanz liegt bislang nicht vor. Das Unternehmen spricht lediglich von einer externen Firma, die keine kritischen Schwachstellen gefunden habe.
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Preis und Funktionen der Beta
Sunbird bündelt iMessage, RCS, SMS und MMS in einer Plattform. CEO Danny Mizrahi verweist auf ein echtes Problem: Android-Nutzer verpassen in gemischten Gruppenchats regelmäßig Nachrichten oder werden ausgeschlossen. Einer internen Umfrage zufolge haben viele deshalb sogar über einen Wechsel nachgedacht.
Das Preismodell: 14 Tage kostenlos testen, danach 2,99 US-Dollar pro Monat oder 24,99 US-Dollar im Jahr. In Europa kostet die App 2,99 Euro monatlich. Die offene Beta läuft bereits – über 181.000 Vorabregistrierungen soll es geben.
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KI-Features und offene Fragen
Bis Ende September oder im vierten Quartal 2026 will Sunbird „Sunbird Intelligence“ integrieren – ein KI-Modul für die App. Außerdem geplant: eine Priority-Inbox für bessere Nachrichtenorganisation.
Doch die Grundsatzfrage bleibt: Jede Nachricht läuft systembedingt über die Server des Anbieters. Auch starke Verschlüsselung ändert nichts daran, dass sensible Apple-ID-Daten bei einem Drittanbieter liegen. Sicherheitsbewusste Nutzer sollten das vor der Installation bedenken.
