Supermicro-Racks, Modelle

Supermicro-Racks: Zehn Modelle für 120-kW-Flüssigkeitskühlung

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 03:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Supermicro erweitert sein Portfolio um zehn Rack-Modelle für KI-Cluster. Parallel startet die ITC eine Patentprüfung gegen den Serverhersteller.

Supermicro präsentiert neue Rack-Serie für KI-Rechenzentren mit Flüssigkeitskühlung
Hochdichte flüssigkeitsgekühlte Server-Racks in einem modernen Rechenzentrum mit blauen Statuslichtern. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Serverhersteller Supermicro bringt eine neue Rack-Serie für KI-Rechenzentren auf den Markt. Die Lösung soll den Aufbau hochdichter Computer-Cluster deutlich beschleunigen – und das zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen zugleich mit einer neuen Regulierungsanfrage konfrontiert ist.

Zehn Modelle für extreme Lasten

Die neue Serie umfasst zehn verschiedene Modelle in den Größen 44OU, 48U, 48OU und 52U. Die Racks sind für eine zertifizierte statische Last von bis zu 2.500 Kilogramm ausgelegt – eine Anforderung, die moderne KI-Serverkonfigurationen mit sich bringen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Optimierung der Flüssigkeitskühlung: Die Hardware unterstützt Kühlkapazitäten von bis zu 120 kW.

Die Racks werden werksseitig vormontiert und sollen beim Kunden einen echten Plug-and-Play-Betrieb ermöglichen. Nach Unternehmensangaben liegt die aktuelle Fertigungskapazität bei 3.000 Racks pro Monat, davon 2.000 mit Flüssigkeitskühlung.

Fokus auf Kosteneffizienz

CEO Charles Liang betont, dass die Initiative sowohl die Gesamtbetriebskosten als auch die Zeit bis zur Inbetriebnahme von Rechenzentren senken soll. Die Racks entsprechen dem OCP-ORv3-Standard und sind für kommende Hardware-Generationen ausgelegt – darunter NVIDIAs Vera-Rubin- und GB300-Plattformen.

Großprojekte und internationale Expansion

Parallel zur Rack-Einführung arbeitet Supermicro an mehreren Großprojekten. Beim Bau des xAI-Colossus-Clusters mit 100.000 NVIDIA-H100-GPUs kam die 4U-Flüssigkeitskühlung des Unternehmens zum Einsatz – das Projekt wurde in 122 Tagen realisiert.

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In der Forschung testet Supermicro derzeit ein KI-Server-Design mit 16 Karten in Zusammenarbeit mit FuriosaAI. Dabei kommt ein zweischichtiges Mainboard mit Switch-Chips von Astera Labs zum Einsatz, um den Datenfluss zwischen den Baugruppen zu minimieren.

Ein Team des Unternehmens reiste Ende Juli zudem nach Pakistan, um die Machbarkeit einer Blackwell-Installation in Karatschi zu prüfen. Solche Projekte unterliegen den US-Exportgenehmigungen.

Juristische Prüfung durch die ITC

Trotz der Expansion sieht sich Supermicro neuen rechtlichen Herausforderungen gegenüber. Die US-Internationale Handelskommission (ITC) hat am 30. Juli eine Untersuchung wegen mutmaßlicher Patentverletzungen eingeleitet. Die Beschwerde stammt von Netlist und zielt auf Speichertechnologien in Supermicro-Servern ab – konkret auf Samsung-HBM- und DDR5-Module.

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Im schlimmsten Fall drohen Importverbote für betroffene Produkte. Der Fall betrifft auch mehrere andere große Technologieunternehmen und reiht sich ein in die breitere Prüfung von Hochleistungsspeicher-Komponenten für KI-Hardware.

Branche setzt auf Flüssigkeitskühlung

Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der die gesamte Branche auf flüssigkeitsgekühlte KI-Infrastruktur setzt. Schneider Electric und AMD stellten ebenfalls am 30. Juli ein Referenzdesign für KI-Fabriken mit IT-Kapazitäten von bis zu 10,4 MW und Rack-Dichten von 246 kW vor. Der Trend ist eindeutig: Spezialisierte Kühl- und Stromlösungen werden zum Standard für die nächste GPU-Generation.

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