Supreme Court kippt FTC: EU-US Datentransfer-Abkommen wackelt
01.07.2026 - 23:42:01 | boerse-global.de
Die Gruppe Mysk warnt: Der Store zeichnet jede Bildschirmberührung und jeden Tastendruck der Nutzer in Echtzeit auf – inklusive der Tippgeschwindigkeit.
Die Protokollierung lasse sich nicht deaktivieren, so die Experten. Betroffene können lediglich über Apples Datenschutzportal eine Kopie der gespeicherten Daten anfordern. Die Enthüllung zeigt, wie tief die Datenerfassung in proprietären Plattformen inzwischen reicht.
KI-Brille unter Beschuss
Auch Hardware gerät ins Visier der Kritiker. Ende Juni kam die „Starfire Kylie Edition“ auf den Markt – eine KI-Brille in Kooperation mit Meta und Essilor Luxottica. Preis: 349 bis 409 Franken. Kritiker befürchten, dass das Gerät Überwachung und heimliches Filmen begünstigt.
Zwar signalisiert ein LED-Warnlicht laufende Aufnahmen. Doch laut Experten lässt sich dieses Licht umgehen. Ironischerweise hatte die namensgebende Kooperationspartnerin selbst mehr Privatsphäre gefordert – während ihr Produkt nun neue Wege der unbemerkten Dokumentation eröffnet.
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EU-US-Datentransfer wackelt
Auf höchster politischer Ebene droht ein Kollaps. Der US Supreme Court entschied am 1. Juli 2026 im Fall Trump v. Slaughter: Die Unabhängigkeit der Handelsbehörde FTC sei verfassungswidrig. Das EU-US Data Privacy Framework (DPF) nennt die FTC jedoch als zentrale Aufsichtsinstanz.
Rechtsexperten sehen die Grundlage für den Angemessenheitsbeschluss damit entfallen. Die Datenschutzorganisation NOYB fordert bereits den Rückzug. Formal ist das DPF noch in Kraft – doch Unternehmen müssen jetzt verstärkt Sorgfaltspflichten nach Artikel 46 DSGVO prüfen.
Parallel treiben EU-Botschafter die Verlängerung einer Übergangsregelung zur Erkennung von Missbrauchsmaterial (CSAM) voran. Kritiker sehen darin eine Blockade langfristiger, datenschutzkonformer Lösungen. Nächste Verhandlung: 3. Juli 2026.
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AirDrop-Lücke und Sicherheitsupdates
Forscher des CISPA entdeckten eine Schwachstelle im AirDrop-Prozess „sharingd“. Manipulierte Datenpakete können Dienste wie AirPlay oder die universelle Zwischenablage auf Macs zum Absturz bringen. Apple hat bisher nur einen Teil der Lücken geschlossen. Empfehlung: AirDrop nur für Kontakte freigeben oder ganz deaktivieren.
Apple veröffentlichte am 29. Juni 2026 Updates für iOS, iPadOS und macOS (Version 26.5.2) – über 25 Sicherheitslücken geschlossen, darunter vier KI-entdeckte Schwachstellen wie CVE-2026-43707. Google zog nach: Chrome 150 stopft knapp 400 Lücken, 15 davon kritisch.
Technische Updates helfen kurzfristig. Die grundsätzliche Frage bleibt: Wie viel Datenerfassung erlauben wir Plattformbetreibern – und wie stabil sind internationale Abkommen wirklich?
