SWIFT-Ledger startet: 17 Banken testen Blockchain-Zahlungen
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 03:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein Meilenstein ist der Start eines neuen Blockchain-basierten Systems für grenzüberschreitende Zahlungen.
Am 9. Juli 2026 nahm SWIFT ein neuartiges Hauptbuch (Ledger) in Betrieb, das rund um die Uhr Transaktionen mit tokenisierten Einlagen ermöglicht. 17 große Finanzinstitute sind beteiligt, darunter ANZ, BNP Paribas, Citi und HSBC. Das Besondere: Banken können digitale Instrumente bewegen, die Abrechnung erfolgt aber weiterhin über konventionelle Systeme – und nicht über private Stablecoins.
Vom Konkurrenten zum Partner
Der operative Start des SWIFT-Ledgers fällt mit einem tiefgreifenden Strukturwandel zusammen. Branchenvertreter betonten am 12. Juli 2026, dass sich das Verhältnis zwischen Banken und Fintechs grundlegend gewandelt hat: Aus Konkurrenz wurde enge Zusammenarbeit. Sanjay Mudaliar von der Bank of Baroda spricht von einer neuen „Governance-Prämie" für Partnerschaften.
Nitin Chugh von Perfios sieht die Kluft zwischen traditionellen Banken und Fintechs schwinden. Beide Seiten bewegten sich auf digitale, datengetriebene und regulierungskonforme Modelle zu. Aktuelle Forschungsergebnisse von M.O. Sanchak untermauern diesen Trend: Banken lösen sich vom Filialmodell und setzen auf Ökosysteme, die finanzielle mit nicht-finanziellen Dienstleistungen verbinden. Das stärkt die Kundenbindung und schafft neue Einnahmequellen.
Regulierungsdruck in Asien und Afrika
Der operative Start des SWIFT-Ledgers markiert den Beginn einer neuen Ära für grenzüberschreitende Zahlungen. Wer jetzt die Weichen für die Integration stellt, sichert sich Wettbewerbsvorteile in der digitalen Ökosystem-Welt. Dieser Report zeigt, wie Banken und Fintechs das Blockchain-System nutzen können – inklusive Compliance-Checkliste und 5-Schritte-Plan. Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für offene Finanzsysteme werden weltweit angepasst. Auf den Philippinen liegt der „Open Finance and Consumer Data Empowerment Act" seit 2025 im Kongress – Stand Juli 2026. Das Gesetz soll den digitalen Aufschwung nutzen: Bereits 2024 liefen 57,4 Prozent aller Einzelhandelstransaktionen des Landes digital ab. Erste Pilotprojekte testen, wie Daten aus E-Wallets und PERA-Konten den Kreditzugang verbessern können.
Marokko treibt unterdessen Reformen für offenes Banking voran, um die Abhängigkeit von Bargeld zu reduzieren. Abderrahim Bouazza von der Zentralbank Bank Al-Maghrib betonte am 11. Juli 2026 die Rolle lizenzierter Zahlungsinstitute und interoperabler mobiler Plattformen. Das neue Regelwerk soll Dienste wie Zahlungsauslösung, Kontenaggregation und verbesserte digitale Identitätsprüfung ermöglichen.
Digitale Infrastruktur als Wettbewerbsvorteil
In Ostafrika geraten Finanzinstitute zunehmend unter Druck: Digitale Ökosysteme werden zur Grundvoraussetzung im Wettbewerb. Branchenanalysen vom 12. Juli 2026 zeigen: Ökosystem-Banking ermöglicht zwar eingebettete Finanzdienstleistungen (Embedded Finance), bringt aber auch mehr Komplexität bei Cybersicherheit und Drittanbieter-Risiken mit sich.
Während 17 Großbanken das SWIFT-Ledger testen, steigt der regulatorische Druck durch Open Finance Reformen weltweit. Finanzinstitute, die ihre Zahlungsinfrastruktur nicht rechtzeitig anpassen, riskieren Wettbewerbsnachteile und Compliance-Lücken. Unser Report liefert einen konkreten Fahrplan für die Integration – von der API-Anbindung bis zur digitalen Identitätsprüfung. Open Finance Compliance-Checkliste jetzt sichern
Der Wandel hin zu „Finanzen als Infrastruktur" verändert die Art, wie Unternehmens- und Privatkunden bedient werden. Gautam Arora von HSBC berichtet, dass Firmenkunden zunehmend eingebettete Workflows über API-Schnittstellen nachfragen. Samar Rushi Kagalwalla von der CSB Bank sieht die Zukunft von Finanzdienstleistungen in digitalen Kundenerlebnissen – nicht in Filialnetzen.
Bidemi Oke, CEO von FlashChange, beschrieb diesen Wandel am 11. Juli 2026 als Übergang von institutionellem Vertrauen hin zu programmierbarem Vertrauen. In dieser neuen Phase ist Vertrauen direkt in die Technologie und interoperable Infrastruktur eingebettet – vorausgesetzt, konsistente Regulierung und digitale Identitätssysteme bleiben gewährleistet.
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