Swisscom, Axept

Swisscom übernimmt Axept: ERP-Expansion in der Deutschschweiz

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 01:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Swisscom integrierte Axept 2023 vollständig, bewahrte jedoch Marke und Führung. 180 Mitarbeitende sowie vier Standorte ergänzen das ERP-Geschäft.

Swisscom stärkt ERP-Geschäft mit Axept-Übernahme in der Schweiz
Modernes Bürogebäude in einer Schweizer Stadt bei Dämmerung, das die Konsolidierung im IT-Sektor symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Markt für Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) in der Schweiz ist durch eine fortschreitende Konsolidierung geprägt, bei der etablierte Telekommunikations- und IT-Konzerne verstärkt spezialisierte Dienstleister in ihre Strukturen integrieren.

Ein zentrales Beispiel für diese Entwicklung war die Übernahme von Axept Business Software durch die Swisscom, die im Sommer 2023 vollzogen wurde. Dieser Schritt verdeutlicht die Ambitionen großer Marktteilnehmer, ihre Präsenz im Bereich der betriebswirtschaftlichen Softwarelösungen insbesondere in der Deutschschweiz auszubauen.

Expansion der ERP-Dienstleistungen in der Deutschschweiz

Die Integration von Axept Business Software zielte primär darauf ab, das Portfolio der Swisscom im Bereich der ERP-Dienstleistungen zu verbreitern. Axept gilt als bedeutender Integrator für Abacus-Software, ein in der Schweiz weit verbreitetes System zur Steuerung von Geschäftsprozessen. Durch den Zusammenschluss konnte Swisscom ihre Kompetenzen in der Beratung, Implementierung und Wartung dieser Systeme deutlich verstärken.

Branchenexperten beobachten, dass die Nachfrage nach durchgehenden digitalen Prozessen im Mittelstand zunimmt. Große IT-Dienstleister reagieren auf diesen Bedarf, indem sie spezialisierte Einheiten erwerben, die über tiefes Branchenwissen und langjährige Erfahrung mit spezifischen Software-Ökosystemen verfügen. Die Übernahme diente somit der Festigung der Marktposition gegenüber Wettbewerbern im KMU-Segment der Deutschschweiz.

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Regionale Präsenz und personelle Kapazitäten

Zum Zeitpunkt der Übernahme verfügte Axept Business Software über eine Belegschaft von 180 Mitarbeitenden. Das Unternehmen unterhielt eine flächendeckende Präsenz mit Standorten in wichtigen Wirtschaftszentren wie Zürich, Basel, Bern und St. Gallen. Diese geografische Verteilung ermöglichte eine kundennahe Betreuung in den wirtschaftlich stärksten Regionen des Landes.

Die Übernahme von spezialisierten Teams gilt in der IT-Branche als wesentlicher Faktor für den Erfolg von M&A-Aktivitäten (Mergers & Acquisitions). Angesichts des Fachkräftemangels in der Softwarebranche stellt der Zugang zu einem eingespielten Expertenstab einen signifikanten strategischen Wert dar. Swisscom sicherte sich mit der Akquisition nicht nur technisches Know-how, sondern auch die bestehenden Kundenbeziehungen des Dienstleisters.

Operative Kontinuität und Markenführung

Trotz der vollständigen Übernahme durch die Swisscom wurde eine Strategie der operativen Kontinuität verfolgt. Axept Business Software blieb als eigenständige Marke innerhalb der Konzernstruktur bestehen. Diese Entscheidung dient in der Regel dazu, das Vertrauen der Bestandskunden zu wahren und die etablierte Marktidentität des Spezialisten nicht durch eine sofortige vollständige Assimilation zu gefährden.

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Die personelle Führung des Unternehmens blieb ebenfalls stabil. Raphael Kohler behielt seine Position als CEO von Axept. Eine solche Kontinuität im Management wird von Branchenanalysten oft als Signal an den Markt und die Mitarbeiterschaft gewertet, dass die spezifische Unternehmenskultur und die Fachkompetenz des übernommenen Betriebs erhalten bleiben sollen.

Die Kombination aus der Schlagkraft eines Großkonzerns und der Flexibilität einer eigenständigen Marke soll langfristig Synergien im Schweizer Softwaremarkt heben.

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