Teams Live Chat: Microsoft schaltet Website-Widget ab Oktober ab
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 19:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft beendet den Live-Chat für Websites in Teams. Unternehmen haben noch rund 14 Monate Zeit für den Umstieg auf Alternativen.
Der Softwarekonzern stellt sein Teams Live Chat Website-Widget ein. Das Tool, das Firmen die direkte Kommunikation mit Website-Besuchern über die Teams-Plattform ermöglichte, wird am 5. Oktober 2026 offiziell abgeschaltet. Damit endet ein Dienst, der gerade einmal anderthalb Jahre aktiv war.
Kein Neustart mehr möglich
Der Ausstieg beginnt bereits jetzt: Seit dem 6. August blockiert Microsoft die Einrichtung neuer Live-Chat-Konfigurationen. Bestandskunden bleibt ein Zeitfenster von etwa 14 Monaten, um ihre Systeme umzustellen, bevor der Dienst vollständig vom Netz geht.
Das Widget stand bislang Abonnenten von Microsoft 365 Business Basic, Standard und Premium zur Verfügung. Der Konzern rät betroffenen Organisationen nun, ihre Kundenkommunikation auf andere Dienste zu verlagern.
Das sind die empfohlenen Alternativen
Als Ersatz verweist Microsoft auf Dynamics 365 Contact Center und Copilot Studio. Diese Plattformen sollen künftig die zentrale Anlaufstelle für Unternehmen sein, die ihre Kundenkommunikation aufrechterhalten wollen.
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Die Einstellung des Live-Chats ist nicht die einzige Veränderung im Microsoft-365-Universum. Der Konzern bündelt derzeit auch seine Aufgabenverwaltung: Die Planner-Integration rollt in der neuen Outlook-Version für Windows aus. Planner soll dabei die bisherige To-Do-Anwendung als zentrale Plattform für Aufgabenmanagement ablösen. Die schrittweise Einführung soll bis Ende August 2026 abgeschlossen sein.
Weitere Anpassungen im Microsoft-Ökosystem
Erst Anfang des Monats hatte Microsoft eine geplante Domain-Ausschlussfunktion für Microsoft 365 Copilot zurückgezogen – nur kurz nach der Ankündigung. Damit hätten Administratoren bis zu 1.000 Domains für die Websuche blockieren können. Vorerst müssen sie weiterhin auf bestehende Kontrollmechanismen zurückgreifen, etwa auf Data-Loss-Prevention-Regeln in Purview oder die universellen Websuch-Schalter.
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Hinzu kamen am 6. August technische Störungen in mehreren Microsoft-365-Diensten. Betroffen waren unter anderem die Teams-Town-Hall-Freigabeoptionen sowie fehlende Claude-Modelloptionen für Copilot in Teams. Die Beeinträchtigungen blieben allerdings gering – ein Zeichen dafür, dass der Konzern seine integrierten Kommunikations- und KI-Angebote derzeit intensiv umbaut.
