TEAS, Operationen

TEAS vor Operationen: Meta-Analyse findet niedrigere Herzfrequenz und Entzündungswerte

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 11:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Auswertung von 30 Studien verbindet TEAS mit niedrigerer Herzfrequenz und geringeren Entzündungsmarkern, zeigt aber hohe Ergebnisstreuung.
Ein minimalistischer, steriler Krankenhausflur in kühlem Licht mit Fokus auf die architektonische Tiefe. Illustration mit AI erstellt.

Die Dämpfung von körperlichem Stress und entzündlichen Reaktionen rund um operative Eingriffe bleibt eine zentrale Herausforderung in der klinischen Versorgung.

Eine im Fachjournal Journal of Pain Research (Band 19, Artikel 644024) erschienene systematische Übersichtsarbeit samt Meta-Analyse liefert eine strukturierte Auswertung zu den Effekten der transkutanen elektrischen Akupunkturpunktstimulation (TEAS).

Das Autorenteam um W. Zheng, J. Gao, Y. Zhang, B. Wang, Y. Zhou, J. Wen, C. Zhang, J. Liu, X. Xu und H. Song untersuchte darin systematisch, in welchem Maße das Verfahren vegetative Parameter sowie spezifische Entzündungsmarker im perioperativen Umfeld beeinflussen kann, wie ein wissenschaftlicher Fachbericht vom 30. Oktober 2026 darlegt.

Umfangreiche Datenbasis und primäre Endpunkte

Die unter der Registrierungsnummer PROSPERO CRD420251004216 geführte Untersuchung schloss insgesamt 30 randomisierte kontrollierte Studien mit 2224 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein. Die zugrunde liegende Literatursuche erstreckte sich dabei über wissenschaftliche Datenbanken bis einschließlich September 2026.

Als primäre Endpunkte der Meta-Analyse definierten die Forschenden die kardiovaskulären Parameter zum Operationsende sowie die postoperativen Entzündungswerte. Konkret erfasste die Auswertung die Herzfrequenz und den mittleren arteriellen Blutdruck unmittelbar am Ende des chirurgischen Eingriffs sowie die Konzentrationen der Entzündungsmediatoren Interleukin-6 (IL-6) und Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-?) 24 Stunden nach der Operation.

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Signifikante Reduktion von Herzfrequenz und Entzündungsmediatoren

Die aggregierten Ergebnisse der eingeschlossenen Studien deuten auf messbare physiologische Effekte der Stimulationsmethode hin. Bei der perioperativen Herzfrequenz zeigte sich unter Anwendung von TEAS eine statistisch signifikante Senkung im Vergleich zu den Kontrollgruppen, mit einer mittleren Differenz (MD) von -2,80 (95%-Konfidenzintervall: -4,72 bis -0,87).

Deutliche Veränderungen zeigten sich zudem bei den laborchemischen Entzündungsmarkern einen Tag nach dem Eingriff. Die standardisierte mittlere Differenz (SMD) für IL-6 lag bei -1,47 (95%-Konfidenzintervall: -1,97 bis -0,97).

Für den Entzündungsfaktor TNF-? ermittelte die Meta-Analyse eine standardisierte mittlere Differenz von -1,15 (95%-Konfidenzintervall: -1,64 bis -0,66). Beide Werte weisen auf eine spürbare Minderung der postoperativen Entzündungsaktivität im Blut der behandelten Patientengruppen hin.

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Grenzen der Wirksamkeit und hohe Heterogenität

Nicht bei allen untersuchten Parametern führte die Intervention jedoch zu statistisch eindeutigen Verbesserungen. Beim mittleren arteriellen Druck am Operationsende ließ sich kein signifikanter Unterschied feststellen: Die mittlere Differenz betrug hier -1,42 bei einem Konfidenzintervall von -3,46 bis 0,62, womit der Nulleffekt nicht ausgeschlossen werden konnte.

Zudem verweisen die Daten auf methodische Herausforderungen bei der Interpretation der Gesamtergebnisse. Über die verschiedenen Studien hinweg wurde eine hohe statistische Heterogenität festgestellt, mit $I^2$-Werten im Bereich zwischen 63 und 94 Prozent. Diese ausgeprägte Variabilität unterstreicht, dass Unterschiede in den chirurgischen Eingriffen, den genauen Stimulationsprotokollen oder den Patientenkollektiven das Ausmaß der beobachteten Effekte maßgeblich beeinflussen können.

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