Technologie und GefĂŒhle: Kölner Verbundprojekt erhĂ€lt 1,02 Millionen Euro
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Einfluss digitaler Systeme reicht lĂ€ngst ĂŒber rein funktionale Anwendungen hinaus und berĂŒhrt zunehmend emotionale SphĂ€ren des menschlichen Lebens. Vor diesem Hintergrund widmet sich ein interdisziplinĂ€res Forschungsvorhaben der Frage, welche Konsequenzen der Einsatz moderner Technologien fĂŒr das gesellschaftliche Zusammenleben und das emotionale Erleben hat.
Das Verbundprojekt mit dem Namen ShiftAffect wird von Forschenden der UniversitĂ€t zu Köln geleitet. Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit steht die Untersuchung, auf welche Weise technologische Anwendungen GefĂŒhle erfassen und steuern können.
Einfluss auf Wahrnehmung und emotionale Grenzen
Die Forschenden des Projekts ShiftAffect analysieren systematisch, wie technologische Systeme menschliche GefĂŒhlszustĂ€nde registrieren und darauf einwirken. Untersucht wird dabei, in welchem AusmaĂ sich das individuelle wie auch das gesellschaftliche VerstĂ€ndnis emotionaler Reaktionen durch diese EinflĂŒsse verĂ€ndert.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Grenzen und dem BegriffsverstÀndnis von grundlegenden Empfindungen wie Traurigkeit, Angst und Schmerz. Die Wissenschaftler gehen der Frage nach, ob und in welcher Form die fortschreitende Technologisierung dazu beitrÀgt, dass diese emotionalen ZustÀnde neu verhandelt, anders bewertet oder in ihrer Wahrnehmung modifiziert werden.
Förderung durch das Bundesministerium bis 2029
FĂŒr die Realisierung der Forschungsarbeiten erhĂ€lt das Verbundprojekt ShiftAffect erhebliche UnterstĂŒtzung aus Bundesmitteln. Das Bundesministerium fĂŒr Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert die Initiative mit einer Gesamtsumme von 1.017.132 Euro. Die Finanzierung ist fĂŒr einen Zeitraum bis Februar 2029 bewilligt.
Ein interdisziplinĂ€res Verbundprojekt unter Leitung der UniversitĂ€t zu Köln untersucht bis 2029, wie technologische Systeme GefĂŒhle erfassen und steuern â und wie sich dadurch das VerstĂ€ndnis von Traurigkeit, Angst und Schmerz verschiebt. Wer in Forschung oder Mental-Health-Tech arbeitet, braucht dafĂŒr eine klare Einordnung der offenen Fragen. Kostenlosen Praxisleitfaden zu Technik und GefĂŒhlen anfordern
Innerhalb des Verbunds ĂŒbernimmt die UniversitĂ€t zu Köln neben der Gesamtleitung zentrale wissenschaftliche Aufgaben. Von der bereitgestellten Gesamtfördersumme entfallen 344.161,13 Euro direkt auf die Kölner UniversitĂ€t, um die dortigen Forschungsarbeiten und Teilprojekte durchzufĂŒhren.
Geplante Meilensteine und wissenschaftlicher Dialog
Das Verbundprojekt ist auf mehrere Jahre ausgelegt, wobei erste substanzielle Forschungsergebnisse fĂŒr Ende 2027 erwartet werden. Um den interdisziplinĂ€ren Dialog frĂŒhzeitig zu fördern und ZwischenstĂ€nde zur Diskussion zu stellen, sind bereits konkrete wissenschaftliche Veranstaltungen vorgesehen.
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FĂŒr MĂ€rz 2027 ist ein Workshop am Standort Köln geplant, der Fachleuten Raum fĂŒr einen vertieften Austausch ĂŒber die Projektinhalte bieten soll. Zudem ist eine Online-Vortragsreihe vorgesehen, um den Diskurs ĂŒber die Wechselwirkungen zwischen Technologie und GefĂŒhlsleben einer breiteren wissenschaftlichen Ăffentlichkeit zugĂ€nglich zu machen.
