Telemedizin-Netzwerk, TENNO

Telemedizin-Netzwerk TENNO: Zwei BundeslÀnder vernetzen KrankenhÀuser

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 20:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bĂŒndeln Kliniken digital. TENNO soll ab Anfang 2027 Telemedizin und Spezialversorgung stĂ€rken.

TENNO: NordlÀnder planen gemeinsames Telemedizin-Netzwerk
Moderner, heller Flur in einem norddeutschen Krankenhaus mit Architektur im minimalistischen Stil. Illustration mit AI erstellt.

Die BundeslĂ€nder Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern setzen auf eine engere digitale Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung. Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen AbsichtserklĂ€rung haben die Gesundheitsministerinnen beider LĂ€nder sowie fĂŒhrende Krankenhausvertreter das lĂ€nderĂŒbergreifende Telemedizin-Netzwerk TENNO initiiert.

Das Vorhaben zielt darauf ab, die medizinische Fachkompetenz im Norden zu vernetzen und die Patientenversorgung im Rahmen der Krankenhausreform zu stÀrken.

An der Vereinbarung sind neben den Ministerinnen Drese aus Schwerin und von der Decken aus Kiel auch die Krankenhausgesellschaften beider BundeslÀnder beteiligt. Zudem gehören die UniversitÀtsmedizin Rostock und das UniversitÀtsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) zu den tragenden Partnern des Netzwerks.

Ein zentraler Aspekt der Kooperation ist die geplante verbindliche Anbindung aller Kliniken in beiden BundeslÀndern an das digitale System, um eine flÀchendeckende Versorgung sicherzustellen.

StÀrkung der spezialisierten Versorgung durch digitale Vernetzung

Das Netzwerk TENNO soll den fachlichen Austausch zwischen KrankenhĂ€usern unterschiedlicher Versorgungsstufen erleichtern. Durch die digitale Vernetzung wird angestrebt, spezialisiertes Wissen ortsunabhĂ€ngig verfĂŒgbar zu machen. Die ersten praktischen Anwendungen konzentrieren sich laut der Vereinbarung auf wesentliche Bereiche der medizinischen Versorgung.

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Mit der AbsichtserklĂ€rung von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern rĂŒckt die verbindliche Anbindung aller Kliniken an ein lĂ€nderĂŒbergreifendes Telemedizin-Netz nĂ€her — der praktische Aufbau ist fĂŒr Anfang 2027 vorgesehen. Kliniken, die ihre Schnittstellen, Televisite-Prozesse und Fördermittel-AntrĂ€ge jetzt vorbereiten, sind beim Start handlungsfĂ€hig statt reaktiv. Kostenlosen Leitfaden zur Klinik-Anbindung anfordern

Dazu gehören Televisiten und Telekonsile, bei denen Experten digital zu Beratungen hinzugezogen werden können. Auch die Notfallversorgung sowie die spezialisierte Kinder- und Jugendmedizin sollen prioritÀr von der neuen Infrastruktur profitieren.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt vor dem Hintergrund der strukturellen VerĂ€nderungen in der deutschen Krankenhauslandschaft. Durch die BĂŒndelung der medizinischen Expertise beider LĂ€nder soll die QualitĂ€t der Behandlung gesichert werden, wĂ€hrend gleichzeitig die Effizienz durch digitale Prozesse gesteigert wird.

Finanzierung und zeitlicher Ablauf

Die Realisierung des Netzwerks ist fest fĂŒr das nĂ€chste Jahr terminiert. Der Start des praktischen Aufbaus der Infrastruktur ist fĂŒr Anfang 2027 geplant. Die weitere Umsetzung und Inbetriebnahme der verschiedenen Anwendungen soll im Verlauf des Jahres 2027 erfolgen.

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Der FachkrĂ€ftemangel trifft lĂ€ndliche Kliniken im Norden am hĂ€rtesten: Spezialisierte Kinder- und Jugendmedizin sowie Notfallversorgung lassen sich ohne digitale Experten-Zuschaltung kaum noch flĂ€chendeckend absichern. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Televisite und Telekonsil als BrĂŒcke zur UniversitĂ€tsmedizin aufsetzen — bevor die Anbindung verpflichtend wird. Leitfaden Televisite und Telekonsil jetzt sichern

Die finanzielle Grundlage fĂŒr das Telemedizin-Netzwerk TENNO wird ĂŒber den Krankenhaustransformationsfonds sichergestellt. Mit diesen Mitteln sollen die notwendigen Investitionen in die technische Anbindung der KrankenhĂ€user und die Etablierung der lĂ€nderĂŒbergreifenden Schnittstellen finanziert werden.

Das Vorhaben gilt als wichtiger Schritt, um die medizinische Versorgung in den oft lÀndlich geprÀgten Regionen Norddeutschlands durch technologische Innovationen zukunftsfest zu gestalten.

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