TENS-Therapie, Menstruierenden

TENS-Therapie: 90% der Menstruierenden profitieren von Elektrostimulation

01.07.2026 - 00:18:19 | boerse-global.de

Elektrostimulation etabliert sich bei Schmerzen und Lähmungen. KI soll künftig Therapien individualisieren, während Telemedizin den Zugang erleichtert.

TENS-Geräte: KI optimiert Schmerztherapie und Telemedizin
TENS-Therapie - Nahaufnahme eines modernen Elektrostimulationsgeräts mit blauen Lichtern und Elektroden auf einem Arm, das Schmerzbehandlung symbolisiert. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sie behandeln chronische Schmerzen, unterstützen die Muskelrehabilitation und helfen bei Lähmungen.

Von Regelschmerzen bis Defibrillator

Die Geräte erzeugen Stromimpulse, die über Elektroden auf der Haut an Nerven oder Muskeln weitergegeben werden. Die sogenannte TENS-Methode (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) gilt als wirksame Ergänzung zu Medikamenten oder Wärmeanwendungen. Besonders bei Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) kommt sie häufig zum Einsatz – laut Fachberichten sind bis zu 90 Prozent der Menstruierenden betroffen.

Neben der Schmerzlinderung helfen die Geräte bei Muskellähmungen und Inkontinenz. Es gibt auch spezialisierte Sonderformen: Defibrillatorwesten etwa dienen als Schutz bei kardiologischen Notfällen. Die Wirkung basiert auf der Beeinflussung von Botenstoffen wie Prostaglandinen oder der direkten Stimulation von Muskelfasern, um einem Muskelschwund vorzubeugen.

KI soll Schmerzprofile präziser treffen

Die Weiterentwicklung der Elektrostimulation ist ein zentrales Thema auf medizinischen Fachveranstaltungen. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) hat für Juli 2026 ein Expertentreffen in München angekündigt. Im Fokus steht die Neuromodulation. Forscher untersuchen, ob Künstliche Intelligenz künftig helfen kann, die Systeme individueller zu steuern und Schmerzprofile präziser zu adressieren.

Anzeige

Leiden Sie unter starken Regelschmerzen, gegen die Medikamente kaum helfen? TENS-Geräte können eine wirksame Ergänzung sein – bis zu 90 % der Menstruierenden profitieren laut Fachberichten. In unserem kostenlosen Leitfaden erfahren Sie, wie Sie die Elektrostimulation sicher zu Hause anwenden. Kostenlose TENS-Anleitung jetzt anfordern

Parallel gewinnen alternative Frequenztechnologien an Bedeutung. Spezielle Pads mit Quarz- und Keramikpulver sollen die sportliche Regeneration fördern. In Tests innerhalb von Hypoxie-Anlagen steigerten sie die Sauerstoffsättigung geringfügig um etwa ein Prozent. Laut Hersteller halten die Pads mindestens zwei Jahre.

Telemedizin erleichtert Zugang

Der Zugang zu Elektrostimulationsgeräten ist klar geregelt. Da es sich um Medizinprodukte handelt, brauchen Patienten ein Rezept. Gesetzliche und private Krankenkassen übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für Leihgebühr oder Kauf.

Anzeige

Sie suchen nach einer nicht-medikamentösen Alternative bei Regelschmerzen? TENS-Therapie ist eine etablierte Methode, die Stromimpulse nutzt, um Schmerzsignale zu blockieren. Ab Juli 2026 können Sie sogar in Ihrer Apotheke eine telemedizinische Sprechstunde nutzen – wir zeigen Ihnen, wie das geht. Jetzt Zugang zur Telemedizin-Sprechstunde sichern

Ab Juli 2026 wird das Angebot der assistierten Telemedizin in Apotheken ausgeweitet. Patienten erhalten dann direkt vor Ort Hilfe bei Videosprechstunden. E-Rezepte für Hilfsmittel wie Elektrostimulationsgeräte können sie sofort einlösen. Das Angebot richtet sich besonders an Menschen mit Behinderungen oder Patienten in dringenden Versorgungssituationen. Das Portal apoguide.de soll künftig als Orientierungshilfe für verfügbare Apotheken dienen.

Fachleute betonen: Bei starken oder unklaren Schmerzen – etwa bei Verdacht auf Endometriose oder neurologischen Ausfällen – ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich. Nur so lässt sich die Elektrostimulation sicher in ein Gesamtbehandlungskonzept integrieren.

de | wissenschaft | 69664011 |