Teradata und Microsoft: KI-Workloads direkt auf OneLake-Daten
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 19:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarehersteller Teradata hat eine technologische Integration seiner Autonomous Knowledge Platform in die Microsoft OneLake-Umgebung bekannt gegeben. Durch diese Neuerung können Unternehmen KI-gestützte Arbeitslasten direkt auf Daten ausführen, die in Microsoft OneLake gespeichert sind.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass aufwendige ETL-Pipelines (Extract, Transform, Load), zusätzliche Datenkopien oder langwierige Migrationsprozesse entfallen.
Technologische Basis und Sicherheitsstandards
Die technische Umsetzung dieser tiefgreifenden Verzahnung stützt sich maßgeblich auf das offene Tabellenformat Apache Iceberg. Dieses Format ermöglicht es, große Datenmengen in Cloud-Umgebungen effizient zu verwalten und gleichzeitig die Interoperabilität zwischen verschiedenen Analyse-Tools zu gewährleisten.
Durch die Nutzung von Apache Iceberg wird sichergestellt, dass die Daten für die KI-Modelle der Autonomous Knowledge Platform zugänglich bleiben, ohne dass das physische Speichersystem OneLake verlassen werden muss.
Für die Absicherung der Zugriffe und die Einhaltung betrieblicher Compliance-Vorgaben setzt die Integration auf Microsoft Entra ID. Dieses Identitäts- und Zugriffsmanagementsystem stellt die Authentifizierung der Nutzer und Prozesse sicher. Damit adressiert das Vorhaben eine der größten Hürden bei der Implementierung von Enterprise-KI: die Vereinbarkeit von schnellem Datenzugriff und strengen Sicherheitsarchitekturen in Konzernumgebungen.
Effizienzsteigerung in der Datenarchitektur
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Die Möglichkeit, Analysen und KI-Modelle direkt am Ursprung der Daten auszuführen, folgt dem Branchentrend der sogenannten „Zero-Copy“-Architekturen. In der Vergangenheit mussten Daten für die Verarbeitung in spezialisierten Systemen oft aus den ursprünglichen Speichern extrahiert und in neue Formate überführt werden. Dieser Prozess band nicht nur personelle Ressourcen, sondern führte oft zu Verzögerungen bei der Bereitstellung aktueller Informationen.
Indem Teradata diese Hürden abbaut, können Unternehmen ihre Enterprise-KI-Workloads beschleunigen. Dies betrifft insbesondere Anwendungsfälle, bei denen es auf hohe Datenkonsistenz und die Verarbeitung großer Volumina in Echtzeit ankommt.
Verfügbarkeit und Branchenpräsentation
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Laut Unternehmensangaben ist die Integration ab sofort für Kunden verfügbar. Um die praktischen Einsatzmöglichkeiten der neuen Verknüpfung zu demonstrieren, plant das Unternehmen eine Vorstellung im Rahmen der European Microsoft Fabric + SQL Community Conference.
Die Fachkonferenz findet Ende September bis Anfang Oktober in Barcelona statt. Dort sollen konkrete Anwendungsszenarien gezeigt werden, wie die Autonomous Knowledge Platform in Kombination mit Microsoft Fabric und OneLake die Datenwertschöpfungskette optimiert.
Wirtschaftlicher Hintergrund
Die Ankündigung erfolgt in einer Phase, in der Teradata (notiert an der NYSE unter dem Kürzel TDC) eine stabile Geschäftsentwicklung verzeichnet. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete der Konzern einen Gesamtumsatz von 1,7 Milliarden US-Dollar. Das Nettoeinkommen belief sich in diesem Zeitraum auf 130,0 Millionen US-Dollar.
Die aktuelle strategische Ausrichtung auf eine engere Cloud-Integration verdeutlicht das Ziel des Unternehmens, seine Position im wettbewerbsintensiven Markt für Enterprise-Analytik und künstliche Intelligenz weiter zu festigen. Durch die Kooperation mit Microsoft positioniert sich das Unternehmen als Partner für Großkunden, die bereits massiv in die Azure- und Fabric-Ökosysteme investiert haben.
